Freitag, 2. Dezember 2016

two days at the glacier, part 2

Hier ist Teil 2 unseres Videos am Upernavik-Isström. Der Rückzug des Gletschers dürfte recht deutlich zu sehen sein:




Freitag, 11. November 2016

two days at the glacier, part 1

An der über 30 km langen Abbruchkante des Upernavik Isstroem haben wir Im Sommer dieses Video gemacht. Empfehlung: HD - im Vollbilmodus ansehen.



Seit 1976 hat sich die Abbruchkante dort, wo wir gefahren sind um mehr als 7 km zurückgezogen. In Gebieten, die auf der Karte noch weiß - also als mit Gletscher bedeckt - dargestellt sind haben wir offenes Wasser, Passagen und Ankerplätze gefunden. Im kommenden 2.Teil des Videos wird dieser Rückzug deutlich zu sehen sein.

In diesem Dokument der Geological Survey of Denmark and Greenland ist der Vorgang sehr genau dargestellt:
http://darchive.mblwhoilibrary.org/handle/1912/6812

Freitag, 30. September 2016

Video: Über den Wolken

Dieses Video wurde im Juli über dem Diskofjord (Kangerdluarssuk) aufgenommen. Über unserem Ankerplatz war eine dichte Hochnebeldecke. Mit der Drohne konnten wir in die Abendsonne fliegen, leider mussten wir selbst unten bleiben. Ansehen im Vollbildmodus wird empfohlen.




Montag, 26. September 2016

Interessante Begegnung

Inzwischen sind wir in Aasiaat angekommen, die Polaris liegt für den Winter an der Mooring.

Hier haben wir eine sehr interessante Begegnung mit Matt Rutherford und seiner Crew. Diese hat uns so sehr fasziniert, daß wir darüber berichten wollen.

Matt ist der einzige und erste Mensch, der Nord- und Südamerika  einhand und nonstop  umrundet hat. Diese lange und schwierige Reise dauerte 309 Tage und führte u.a. durch die Nordwestpassage. Und das mit einem 27 ft. Boot.

Das liegt nun über 3 Jahre zurück. Inzwischen betreibt Matt mit seiner überholten, etwas größeren Yacht "Aalt" seriöse wissenschafliche Meeresforschung. Er hat hierfür die non-profit Organisation oceanresearchproject.org gegründet, die u.a. mit der NASA und der Smithsonian institution zusammenarbeitet. Projekte sind u.a. Seebodenvermessung im Inglefield Fjord in Nordgrönland, automatisierte Kalbungsmessungen an Gletscherfronten, Erforschung der Meeresverschmutzung durch Plastik und Messung des CO2-Gehaltes im Meer in Küstennähe.

Für die CO2-Messung hat das Smithsonian den Prototyp eines Apparates entwickelt, der nur einen Bruchteil der bisherigen Geräte kostet. Damit soll es in Zukunft ermöglicht werden, dass z.B. ganz normale Fahrtensegler diese Messungen vornehmen können und so viel mehr Daten erhoben werden können.

Matt und Crew verlassen Aasiaat Richtung USA.

Allein in diesem Sommer wurde so mit vergleichsweise minimalem Aufwand enorm viel erreicht. Es entstehen mit so einem kleinen Boot und so kleiner Crew natürlich nur ein Bruchteil der Kosten, die der Einsatz großer Forschungsschiffe mit sich bringt. Und es können auf diese Art viel mehr Daten gesammelt werden.

Mehr Informationen und sehr interessante Videos hierzu auf http://oceanresearchproject.org/



Sonntag, 11. September 2016

Upernavik-Diskobay

Wir sind wieder in der Diskobay gelandet, wo die Polaris in Aasiaat ihren Winterliegeplatz einnehmen soll.
Recht lange waren wir noch im Norden,im Raum Upernavik. Dort steht jetzt der Winter vor der Tür, die Berge sind wieder weiß vom Schnee. Die Reise nach Südenging dann recht flott.
Der Nordwest-Wind pustete uns schließlich mit teilweise 30-35 kn von achtern durch die Straße der Eisberge - das Vaigat (7 Bft). Da der Strom manchmal mit1,5kn von von vorn kam, hatten wir eine recht steile Welle. Die überspülten Growler und das kleinere Eis war oft nur auf kurze Distanz zu erkennen. Trotzdem wir den Klüver stark reduziert hatten und ohne Großsegel fuhren, machten wir noch 6-8 kn Fahrt, mussten also scharf Aussguck halten und bekamen von der fantastischen Landschaft viel zu wenig mit. Auch zum Fotografieren kamen wir nicht. Da fehlte einfach mal der "3.Mann".
Es war aber ein besonderes Erlebnis, denn häufig ist zu wenig Wind zum Segeln.

Neuschnee auf den Bergen




Herbstfarben




Umgeben von Wracks: Ankerplatz bei Upernavik. Versunken liegt hier ausserdem noch die Segelyacht DODO´s DELIGHT

Amitsoq bei Svartenhuk


Im Westeingang des Vaigat
Zurück in der Diskobucht



Mittwoch, 24. August 2016

Gletschersound

Nach 5 Wochen besuchen wir erstmals wieder eine menschliche Siedlung – den kleinen Ort Upernavik in Nordwestgrönland. Ungewohnt ist das bequeme Gehen auf Asphalt. Gelegenheit, eine paar Lebensmitteleinkäufe zu machen. Das Angebot in dem einzigen Laden ist alles andere als groß, für uns ist er jedoch jetzt ein Einkaufsparadies. Und dann erst die vielen Menschen... Ansprüche passen sich eben an und Dinge relativieren sich nachdem man längere Zeit in ursprünglicher Natur war.

Die Vielfalt der Landschaft hier begeistert uns immer wieder. Mal ist man umgeben von grünen Wiesen und Blumen, dann wieder wandert man durch Hochebenen, deren rote Steinwüste sich auch auf dem Mars befinden könnte.

Tage später genießen wir den gigantischen Gletscherabbruch am Upernavik Isström. Ständig grummelt und donnert es. Das kleine, herumschwimmende Eis knistert und knallt, wenn die unter Druck stehenden Luftblasen beim Schmelzen platzen. Der Gletscher hat sich in den letzten Jahrzehnten gewaltig zurückgezogen. Dort wo auf der Karte noch weißes Eis eingezeichnet ist, fahren wir jetzt mit der Polaris. Wir setzen unseren Fuß auf Inseln, die erst vor Kurzem vom Eis befreit wurden.

Inzwischen wird es Herbst, die Tundra verfärbt sich und es gibt schon mal Nachtfröste.

Abbruchkante Upernavik Isström


Vor Anker im Abendlicht. Im Hintergrund sieht man einen Teil der Abbruchkante des Upernavik Isström. Die Insel im Vordergrund wurde erst in den letzten Jahrzehnten komplett eisfrei - das Gebiet hinter der Insel war komplett vom Gletscher bedeckt.

Abschmelzender Gletscher am Upernavik Isström
Polaris im Eis


Dicker Nebel über unserem Ankerplatz im Diskofjord, die Drohne schwebt 300 Meter über der Polaris



Eisberg umgeben von Nebelschwaden

Auf einem Hochplateau der Diskoinsel

Ungewöhnlicher Ankerplatz hinter einer Sandinsel, die uns als Sportplatz für Joggingrunden dient. Eine Runde 440 m.