Freitag, 27. Juli 2018

Eine andere Welt

Seit einigen Tagen liegen wir in Reykjaviks kleiner Marina, direkt an der Innenstadt vor der modernen Konzerthalle Harpa. Welch ein Unterschied zu den Wochen zuvor in Grönland – eine andere Welt. Überhaupt ist es seit Jahren das erste Mal, dass die Polaris in einer Marina liegt. Wasser und Strom am Steg und eine Großstadt mit allen Annehmlichkeiten vor der Haustür – Luxus. Schon in den ersten Stunden haben wir hier mehr Menschen gesehen als in den 7 Wochen insgesamt zuvor.

Nach Nanortalik in Südgrönland sind wir bei bestem Wetter für einen kurzen über-Nacht-Stop zum kleinen Ort Augpilatoq am  Eingang des imposanten Prins Christian Sund gelaufen. Das sehr pittoreske Fischerdorf liegt unmittelbar an einer steilen Felswand. Es ist die letzte menschliche Siedlung Richtung Osten. Die nächste, Tasilaq an der Ostküste ist ca. 600 km entfernt. Am nächsten Tag ging es durch den imposanten, schmalen Sund mit seinen 1300-1800  m hohen Bergen zur Wetterstation am Ostausgang des Sundes. Diese traditionsreiche Station war bis 2016 noch ganzjährig besetzt. Seitdem haben Computer die Arbeit der Menschen übernommen. An der kleinen Pier konnten wir die letzten Vorbereitungen für die Überfahrt erledigen. Um 3 Uhr am nächsten Morgen ging es dann los. Das Packeis, welches hier in anderen Jahren  häufig noch im Juli Probleme macht, war längst verschwunden. Die sehr ruhige See, Flaute, teilweise aber auch guter Raumschotswind  machten die Fahrt nach Reykjavik einfach – nicht gerade typisch für dieses oft sehr raue Seegebiet.

Augpilatoq - letzter Ort vor Grönland´s Ostküste

Auslaufen aus Augpilatoq

Prins-Christian-Sund

Gletscher am Sund


Pier der verlassenenen Wetterstation am Ostausgang des Prins-Christian-Sundes


Auf der Überfahrt Nebel und Regen im Wechsel - wie so oft im Nordmeer

Island voraus !

In der Marina Reykjavik

drei der zahlreichen whalewatching-Boote

Blick aus der Harpa Konzerthalle auf Marina und Polaris

Alte Kirche unweit von Reykjavik

Wir erkunden Reykjavik´s Umgebung mit dem Fahrrad


Freitag, 13. Juli 2018

Grönland´s Ende naht


Das Ende von Grönland - nämlich Kap Farvel im Süden naht. Wir haben uns weiter Richtung Südosten bewegt – liegen jetzt in Nanortalik vor Anker - und stellen wiederholt fest, dass Südgrönland wettermäßig eine andere Nummer ist  als der Nordwesten. Das heißt, viel schnellere Wetterwechsel und viel mehr Regen. Auf See auch mehr Wind. Vom Wind bekommt man in den Fjorden teilweise nichts mit. So haben wir in Narssaq 2 Tage bei zwar strömenden Regen aber auch Flaute gelegen. Draußen ging ein Sturmtief durch.

Die Aussichten für nächste Woche sind besser. Wenn die Prognose so bleibt, sehen wir gute Chancen Richtung Osten aufzubrechen. Vorher wollen wir noch den Prins Christian Sund durchfahren, der landschaftlich spektakulär sein soll.

Hier einige Eindrücke der letzten Tage in Bildern:

Garten in Narssaq

Narssaq

Narssaq - Boot im Garten
Einer der vielen Regentage

Hafen von Narssaq

Vor Anker bei Nanortalik

Nanortalik - alter Hafern

Mittwoch, 4. Juli 2018

Desolation...


Seit Nuuk haben wir jetzt erstmals wieder einen Hafen angelaufen: Qaqortoq in Südgrönland. Einige interessante Ankerplätze liegen hinter uns. Da wir aber schnell vorankommen wollten, sind wir nirgends länger geblieben. Das Wetter wurde auch immer bestimmender. Zur Zeit geht hier ca. jeden 2. Tag ein Sturmtief durch. Dennoch sind die Windverhältnisse lokal sehr unterschiedlich und wir hatten am Ankerplatz nur einmal Windstärke 9. Das konnten wir im Bangs Havn in der Nähe von Kap Desolation gut abwettern - vor Anker und mit 5 Landleinen gesichert.

Ein bisschen werden wir die Gegend hier noch erkunden bevor es Richtung Prins Christian Sund und bei hoffentlich passendem Wetter weiter nach Island geht. Hier in der Gegend gibt es eine Menge Schaffarmen in den Fjorden und die Wikinger haben ihre Spuren hinterlassen.

Wilder Ankerplatz bei Paamiut

Bei Kap Desolation: 1 Anker, 5 Landleinen, der Sturm kann kommen. Und er kam am nächsten Tag, wenn auch "nur" mit max. 45 kn. - da sah es hier anders aus.
Unser Liegeplatz in Qaqortoq

Fischköppe in Qaqortoq

Sommer in Qaqortoq




Freitag, 22. Juni 2018

Zwischenstop in Nuuk

Inzwischen sind wir in Grönland´s Hauptstadt Nuuk eingetroffen. Der Lärm und die Hektik sind für uns nach einigen ruhigen Ankerplätzen doch wieder ungewohnt. Unser Ersatzteil, das Steuerbord Positionslicht ist eingetroffen, wir sind bestens versorgt. Der Wind soll auf Nord drehen, morgen geht es weiter südwärts.

Rentiergeweih
Buchteis vom letzten Winter poltert in der Strömung gegen den Rumpf

Noch Schnee bis zum Wasser
Hamborgersund


Nuuk



Montag, 11. Juni 2018

Bye bye Aasiaat


Die Polaris schwimmt wieder. Nach ungewöhnlich langem und kaltem Winter sind die Gewässer endlich weitgehend eisfrei.
Über Winter lag der Dampfer sicher auf der Werft in Aasiaat. Wir hatten das Vergnügen dort noch 1 Woche an Land auf dem Schiff zu wohnen. Alles wurde durchgecheckt, die Polaris seeklar gemacht und Proviant gebunkert.

Ab ins Wasser !
Sehr gefreut hat uns, Heide und Erich Wilts kennengelernt zu haben. Die beiden sind zusammen mit einer Crew im letzten Jahr von Alaska durch die Nordwestpassage gesegelt und ihre Freydis hat an Land neben der Polaris überwintert. Ihre Bücher, die von ihren enormen Segelreisen von mehr als 30 Jahre erzählen, haben auch uns viel Inspiration gegeben.

Jetzt geht es südwärts. Mit teils starkem Nordwind sind wir schnell nach Sisimiut gelangt. Kurs Süd soll auch in den nächsten Wochen gehalten werden. Unten an der Ecke angekommen, wollen wir dann links abbiegen Richtung Europa.

Unsere Position sollte wieder über den Link auf der rechten Seite zu sehen sein.

Heide und Erich Wilts auf ihrer Freydis

Kurs Süd !
Hafen von Sisimiut

Samstag, 14. Oktober 2017

Video: Eisberge

In diesem Jahr haben wir wieder viel Eis gesehen. Einer der größten Eisberge war über 100 Meter hoch. Wir konnten das mit unserer Drohne genau messen. Dabei hatte er auch noch die Form eines alpinen Berges und wirkte dadurch besonders gigantisch.

Dieser und andere sind hier zu sehen (Vollbildmodus empfpohlen):