Freitag, 12. Oktober 2007

Kristansund - Grenaa in Dänemark


Zusammen mit Lars aus Kristansund haben wir unser Schiff in 2 Etappen nach Grenaa gesegelt. Bis nach Florö null Wind, motoren. Ab Florö dann gab es eine Nordwest-Wetterlage mit Starkwind. Wir konnten in den ersten 24 Stunden 205 sm zurücklegen und schafften in 3 Tagen 508 sm. Tolles Segeln, bei gutem Wetter, hohem Seegang. In Grenaa sind einige Arbeiten am Schiff vorgesehen. Später im Winter soll es weitergehen.

Donnerstag, 20. September 2007

Svolvaer-Kristiansund


Der September brachte viel schlechtes Wetter und reichlich Wind aus südlichen Richtungen. Trotzdem gab es auch schöne Tage. Von der Inselwelt der phantastischen Helgelandküste bekamen wir einen ersten Eindruck. Flache Schäreninseln und Inseln mit steilen Bergen wechseln einander ab. Allein hier könnte man Monate verbringen. Für Mai nächsten Jahres steht Helgeland schon auf unserer Liste. Polaris liegt jetzt in Kristiansund. Im Oktober wollen wir in Dänemark eintreffen. Wenn man Sturm auf See möglichst vermeiden will - und das wollen wir - ist jetzt Wetterfenster-Segeln angesagt.

Freitag, 24. August 2007

Svolvaer-Spitzbergen-Svolvaer





Zu zweit sind wir in 1 Woche von Svolvaer nach Tromsoe gesegelt. Leider musste Martina dann wieder zurück nach Deutschland zur medizinischen Behandlung. Ich bekam 3 Wochen Eheurlaub. Ein Teil unseres Plans, Spitzbergen und Grönland zu besuchen, konnte ich dadurch noch umsetzen. Am 26.7. ging es einhand Richtung Norden. Die Barentsee brachte wechselnde Winde, der Seegang passte meist nicht zum Wind und es gab Nebel und Nieselregen - 4 Tage lang.
An der Nordwestecke der Bäreninsel in der Lunckevika habe ich für 1 Nacht geankert. Mal richtig auschlafen. Herrlich. Bei der Ansteuerung dichter Nebel. Welche Erleichterung sind GPS und Radar. Am nächsten Morgen zuviel Schwell um einen Landgang zu wagen.
Weiter Richtung Spitzbergen, Platt vorm Wind. Natürlich im Nebel. Nach einem Stop bei den Dunoeyane (Vogelschutzgebiet) ging es zum Bellsund. Die stramme Ostwindwetterlage brachte starken bis stürmischen Wind, der aus den Fjorden rausblies. Zum Ankerplatz im Recherchefjord war daher kerniges kreuzen mit Fock und 2 Reffs im Groß angesagt. In der steilen Hacksee waren die gelegentlichen Growler, die mit dem Wind aus dem Bellsund trieben nur schlecht auszumachen. Besonders im Gegenlicht. Da beruhigt etwas, dass man ein starkes Schiff hat.
Der Ankerplatz dann fast ohne Wind, aber mit einigem Schwell. Schönes Wetter. Nach 1 Woche endlich wieder an Land. Signalpistole links, Gewehr rechts, Fernglas und Fotoapparat vorn. Rucksack hinten. Hier ist Eisbärenland. Ich gehe auf eine Anhöhe zu und kurz bevor ich oben bin, kommt von der anderen Seite ein großer Eisbär genau auf mich zu. Nur noch 20-30 mtr. zwischen uns. Überraschenderweise nehme ich ihn etwas eher war, als er mich. Obwohl der Wind aus meiner Richtung weht. Der erste Griff geht zum Gewehr. Denn sollte der Bär sich zum Angriff entschliessen, wäre die Entfernung zu kurz um noch mit der Singnalpistole rumzumachen. Und schon gar nicht mit dem Fotoapparat. Nachdem er mich wahrgenommen hat zögert er 1-2 Sekunden, dann dreht er um und verschwindet hinter dem Hügel. Eine Blitzknallpatrone, die ich ihm hinterherschicke, soll verhindern, dass er es sich nochmal anders überlegt. Langsam ziehe ich mich in offenes Gelände zurück. Entwarnung.

Weitere Tage vergehen mit Wanderungen und Segeln nach Norden bis zum Forlandsund. Tagelang weht es stark bis stürmisch aus Ost. Dann ist schon Zurücksegeln nach Norwegen angesagt. Nonstop bis nach Andoeya werden es 613 gesegelte und teilweise auch motorte Seemeilen in rund 4,5 Tagen. Zwischen 0 und 6 Bft. ist alles dabei. Auf dieser phantastischen Insel mache ich noch eine schöne Radtour bevor es zurück nach Svolvaer geht.

Samstag, 7. Juli 2007

Besuch in Schweden






Diesesmal haben wir uns den Tysfjord vorgenommen. Schon oft wollten wir bis zum Ende - zum Hellemobotn - segeln. Der Weg war uns immer zu weit, die Zeit zu kurz. Da bis zur Rückkehr nach D sonst nichts auf dem Plan stand, klappte es.
Vorher gab es noch einen kurzen Tagestörn von Svolvaer aus mit Michael´s Eltern, die gerade eine Lofotentour mit dem Auto machen. Wieder war das Wetter meist mit uns. Traumhafter, frischer Sommer. Temperaturen bis 26 Grad, baden in klaren Bergseen.
Nach 3 Tagen mit Zwischstopps und - natürlich- einer Wanderung - erreichen wir den Hellemobotn. Das Ankern dort ist schwierig. 2,5 sm davor aber , in der Nordbukta legen wir die Polaris vor 2 Anker und machen mit einer Leine an Land fest. Wassertiefe 20 bis 27 mtr. Der 2. Anker wird mit dem 150 mtr. langen Gurt ausgebracht. Schließlich wollen wir nach unserer Wanderung zur schwedischen Grenze, die man von hier aus erreichen kann, unser Schiff wiederfinden. Leider zieht am nächsten Tag schlechtes Wetter auf. Wir gehen trotzdem los. Nach 6,5 km und Aufstieg auf 600 mtr. drehen wir in Nebel und Regen wieder um. Dennoch ist die Landschaft hier ungewöhnlich beeindruckend. Der Weg führt entlang einem tiefen, senkrecht eingeschnittenen Canon. Mehrere Wasserfälle stürzen in die Tiefe. Nach 7 Stunden und nasser Dinghyfahrt sind wir zurück auf dem Schiff. Der nächste Tag vergeht mit Arbeiten am Schiff bei Regenwetter. Aber dann klart es auf. Wir beschließen einen 2. Versuch zu machen. Bei diesem Wetter sind die Landschaftseindrücke noch viel intensiver. Nachdem wir die Fjellhöhe erreicht haben, weitet sich die Landschaft. Grüne Heideflächen, blaue Seen und Flüsse überall. Vor uns liegt der schwedische Sarek-Nationalpark. Die schwedische Grenze wird durch ein Schild markiert. Auf dem Rückweg saugen wir nochmal die enormen Landschaftseindrücke auf. Nach 9 Stunden sind wir zurück auf dem Schiff. Menschen haben wir unterwegs nicht getroffen. Keine Frage, dieses war eine der beeindruckensten Wanderungen in Norwegen, die wir bisher gemacht haben.
Am nächsten Tag gleiten wir unter Segeln aus dem schmalen Fjord. Wir ankern bei Kaldvik. Auch hier ist eine Wanderung auf den westlichen Höhenrücken angesagt. Traumhafte Aussicht auf türkisfarbenes Wasser und Strände, die Lofoten in der Ferne. Schwimmen im Bergsee. Das Wasser ist gar nicht mal so kalt.

Svolvaer empfängt uns am nächsten Tag mit Sonne und 26° C. An 8 von 10 Tagen hatten wir wieder bestes Wetter.

In ca. 10 Tagen wollen wir aus Deutschland zurück sein. Dann soll es nach Norden gehen.



Montag, 18. Juni 2007

Traumhafte Tage


Leider müssen wir für dieses Jahr unsere Pläne aus gesundheitlichen Gründen vorübergehend reduzieren. Es ist eben nicht immer alles planbar. Wir werden öfter zwischen Deutschland und Norwegen pendeln. Im Mai und Juni hatten wir traumhafte Tage im inneren Vestfjorden bei teilweise sommerlichem Wetter. Hier sind einige Eindrücke in Bildern:

Donnerstag, 29. März 2007


Die Polaris liegt wieder in Svolvaer. Die letzten Tage waren geprägt von starkem Südwestwind, meistens mit Sonnenschein. Über Harstad ging es in den Tjeldsund. Inzwischen wurde Sturmwarnung Nr. 276 für die norwegische Küste ab Statt herausgegeben. Als wir im Januar lossegelten, waren wir bei Nr. 70. Allerdings wird schon ab Stärke 7 gewarnt. Im Tjeldsund wollte ich in der Batsvika (Fiskoeya) ankern. Dort erwarteten mich Fallboen von Orkanstärke, die das Wasser aufrissen und das Boot bis in 5 Meter Höhe mit Gischt bedeckten. Das Manövrieren unter Maschine gestaltete sich bei diesem Wind schwierig. Trotz starker Maschine war fast Vollgas nötig um noch voran zu kommen. Ich bin umgedreht und habe dann weiter innen im Sund geankert. Dort wehte der Wind mit gleichmäßigen 7-8 Bft. In Svolvaer ist gerade die jährliche Weltmeisterschaft im Skreifischen. Skrei ist der Atlantikdorsch der hier im späten Winter zu fangen ist. So voll habe ich den Hafen noch nie gesehen. Motorboote liegen in 4er-Päckchen.

Sonntag, 18. März 2007

Sturm vor Anker, Tranoey


Ich liege an der Südseite von Senja bei Tranoey vor Anker. Dieser traumhafte Ankerplatz wurde von uns bisher immer übersehen. Auf dem Weg hierher habe ich noch eine Nacht im Gisund geankert. Ein Sturmtief ist durchgezogen und nachts waren die Boen über 50 kn (10 Bft.). Ein guter Test für´s Ankergeschirr. Alles hat gehalten.
In der Bucht löst sich gerade das letzte Eis. Man kann schon den Frühling riechen. Auf der Insel steht eine alte Holzkirche, eingebettet in einen alten Bauernhof. 2 Ponys begrüßen mich. Menschen sehe ich keine. Sehr idyllisch der Anblick in dem weissen Schnee.

Dienstag, 13. März 2007

Tromsoe


Mal wieder in Tromsoe. Überraschenderweise liegt eine größere schwedische Yacht hier. Auch im April 2003 hatten wir die hier gesehen. Scheint mit Chartergästen unterwegs zu sein. Ich nutze die Gelegenheit zum Einkaufen. Abends gibt es ein kleines Open-Air-Konzert auf dem Marktplatz. Der Organisator ist später noch bei mir an Bord. Allround-Unternehmer, dem auch ein Teil eines größeren Fischdampfers gehört. Nachts werde ich durch einen Junkie gestört, der in Ruhe im Cockpit sein Haschisch raucht. Als ich ihn anschreie sucht er gleich das Weite. Morgen geht´s weiter zurück nach Süden. Städte waren noch nie so mein Fall.

Samstag, 10. März 2007

Senja, Gibosund





Bei teilweise gutem Wind bin ich die 50 sm nach Senja gesegelt. Unterwegs ein kurzer Stop an einer Untiefe, die auf Fisch hoffen lässt. Kaum ist die Angel unten - schon sind 3 Dorsche dran. Der Grösste hat eine Länge von 1,10 cm. Fisch genug für die nächsten 8 Tage. Zum Glück kann ich ihn an Deck einfrieren, denn es herrscht immer noch leichter Frost. Der Anker fällt hinter Hestöya im Gisund. Am nächsten Tag scheint die Sonne. Eine ausgedehnte Skitour ist geplant. Vom Ufer aus gehe ich rechtwinklig auf die Berge vor mir zu. Nach 2 km stoße ich überraschend auf ein Läupe. Sie führt auf das 344 mtr. hohe Svartfjellet. Eine traumhafte Aussicht habe ich von hier oben. Die Luft ist glasklar, windstill. Bei 0° C. ist es richtig warm. Nach über 6 Std. und an die 30 km komme ich gut ausgearbeitet wieder am Schiff an. Am nächsten Tag schließt sich eine weitere Tour an. Das Traumwetter und die guten Schneeverhältnisse müssen einfach genutzt werden. Morgen soll es weiter nach Tromsoe gehen.

Mittwoch, 7. März 2007

Einhand unterwegs



Nach einer Nacht vor Anker bei der kleinen Insel Kjötta sind wir in Harstad eingetroffen. Wie geplant fliegt Martina von hier aus nach Hause. Ich werde noch 3 Wochen einhand unterwegs sein. Einkaufen, Wartung der Maschine (Ölwechsel) und weiter geht´s.
Ich ankere in einer rundum geschlossenen Bucht auf Hellöya. Die Insel ist um diese Zeit unbewohnt. Ich bin der einzige Mensch auf der Insel. Sie wird ausgiebig bei strahlendem Sonnenschein auf Ski erkundet. Eine große Kolonie Dreizehenmöwen bereitet sich auf die nächste Brutsaison vor. Stundenlang beobachte ich Seeadler bei der Jagd. Seeotter haben überall am Ufer Spuren im Schnee hinterlassen. Nachts sehe ich das intensivste Nordlicht in allen Farben. Es bewegt sich enorm schnell. Fast jeden Tag haben wir Nordlicht gesehen. Dieses hier ist einfach unglaublich. Leider ist das Spektakel nach 5 Minuten schon vorbei.

Dienstag, 27. Februar 2007

Skitour am Risoeysund


Da wir wegen des Eises in der letzten Bucht nicht an Land können, verholen wir uns ein paar Meilen weiter. Hier ist es zwar sehr offen, aber es ist wenig Wind angesagt. Der Anker fällt im glasklaren Wasser auf Sand. In der stillen Bucht tummeln sich Robben. Zahlreiche Vögel, wie z.B. Prachteiderenten fressen sich hier voll, bevor sie später wieder nach Norden ziehen. Wir machen eine schöne Skitour in das weite, unbewohnte Tal.

Montag, 26. Februar 2007

Im Eis bei Risoeyhamn



Eigentlich wollten wir in der Bucht Tranesvaagen ankern, die wir von früher kennen. Aber die ist kilometerweit mit dickem Eis zugefroren. Am äußeren Rand ist das Eis noch dünner. Dort mogeln wir uns hinter einen Landvorsprung. Das Ankermanöver gestaltet sich etwas schwierig, da wir erst genügend Eis brechen müssen um Spielraum zu haben. Alles klappt und wir liegen sicher für die Nacht im Eis. Das Wetter ist ruhig und klar.

Sonntag, 25. Februar 2007

Stokmarknes



Wir wollen zu den Vesteralen. Durch den Raftsund geht es nach Norden. Der kalte, starke Ostwind erzeugt im Sund Fallboen. Für einige Sekunden sehen wir einen kleinen "Tornado", der das Wasser peitscht. Zwischenstop vor Anker in Tengelfjord. Tolles Wetter, tolle verschneite Landschaft. Vor dem Wind rauschen wir am nächsten Tag nach Stokmarknes. Am dortigen Schwimmsteg ist es leider sehr unruhig. Die Gischt, die einen Eisbelag auf dem Steg gebildet hat, geht jetzt über die Polaris hinweg und legt sich dort als Eis nieder. Trotz der sehr ungemütlichen Verhältnisse kommt gleich ein Reporter von der örtlichen Zeitung, macht ein Interview mit uns und schiesst ein Foto. Es erscheint auf einer halben Seite. Scheinbar kommt nicht so oft ein Segler hier um diese Zeit vorbei. Wir machen ein paar sehr schöne Skiwanderungen auf das Fjell. Es gibt ein sehr gutes langes Loipennetz. Der Wind hat sich inzwischen gelegt. Strahlender Sonnenschein, mäßiger Frost - so macht das Skilaufen durch die verschneite Landschaft Spaß.

Dienstag, 20. Februar 2007

Ballstad, Svolvaer


Auf dem Weg nach Ballstad regnet es. Besonders reitzvoll erscheint uns Balstad nicht, vielleicht liegt es auch am trüben Wetter. Die Temperaturen sind inzwischen wieder gesunken, und die Strassen somit vereist. Das Gehen auf den Straßen war in den Orten bisher immer sehr rutschig. Überall Eis. Bei -5° C und 5-6 Bft. aus Ost kreuzen wir nach Svolvaer. Das Spitzwasser gefriert noch in der Luft und legt sich als Salzschnee auf Deck. Soweit es nicht wieder abgespült wird, bildet es eine dicke, rutschige Kruste. Aber die Sonne scheint ! In Svolvaer ist Waschtag angesagt.

Freitag, 16. Februar 2007

Nusfjord


Zum Abschied winken Frode und Karin eifrig auf der Mole und wir werden fotografiert. Vorher haben wir noch 1000 ltr. Diesel gebunkert, der hier besonders günstig ist. Der Wind ist durchwachsen, teilweise müssen wir motoren. In Nusfjord ist nichts los. Als wir anlegen hören wir ein "welcome in Nusfjord" von einem Herrn mit Reisetasche, der den Ort gerade verlässt. Sonst sehen wir so gut wie niemanden. Irgendjemand hat das kleine Museum wohl für uns geöffnet. Wir können uns alles ansehen - aber ein Mensch ist weit und breit nicht zu sehen. Auf einer Wanderung durch tiefen Schnee entlang der Küste kommen wir kaum voran. Wir hätten besser die Ski genommen.

Mittwoch, 14. Februar 2007

Vaeroey




Bei gutem Wind und Wetter haben wir einen schönen Törn nach Vaeroey. Wir sind kaum in der großen Soerlandsvagen, schon organisieren uns Fischer per Handy und mit Winken einen guten Liegeplatz. Ein nettes Willkommen. Strom und Wasser gibt´s auch. Kaum fest, kommen Frode und Karin auf die Pier. Sie leben hier, wenn sie nicht gerade auf ihrer Bohrinsel arbeiten und sind selbst Segler. Eine Einladung zum Walessen in Ihrem gemütlichen Holzhaus folgt gleich. Wir verbringen 2 gemütliche und interessante Abende mit ihnen, einen davon bei uns an Bord. Tagsüber machen wir bei tollem Wetter, allerdings kaltem Wind eine Wanderung auf die 421 mtr. hohe Haheia. Die Aussicht auf die Lofoten und Mosken ist fantastisch. Wenn es nicht so kalt wäre, könnte man stundenlang da oben bleiben.

Sonntag, 11. Februar 2007

Reine




Einige Tage bleiben wir in Reine. Skiwanderungen nach Hamnoeya und A. Tolles Wetter aber auch Tage mit viel Schneefall haben wir. Winter pur.

Sonntag, 4. Februar 2007

Stamsund


Der Törn nach Stamsund ist nur kurz. Leider haben wir nach dem Auslaufen einen Kabelbrand. Eigentlich dürfte der nicht passieren, alles ist perfekt abgesichert. Es sieht so aus, dass die Andersen-Elektrowinsch bei Schräglage und gleichzeitigem Frost für kurze Zeit hohen Strom über den Rumpf geleitet hat. Der ist offensichtlich über das Antennenkabel und das WeFax-Gehäuse zur Minusleitung des Wefax geflossen, welche verbrannt ist. Hier kommen scheinbar 2 Fehler und ungewöhnliche Umstände (Frost) zusammen. Andersen wird die Winsch wohl nie bei Frost getestet haben - wer segelt schon bei diesen Temperaturen ?
In Stamsund liegen wir an der Skvarbrygga. Liegegeld will man keines von uns - dafür dürfen wir Strom kostenlos nutzen. Auf den hiesigen Loipen machen wir ausgedehnte Touren.
Der Ausflug nach Borg zum Wikingermuseum wird nachgeholt. In dem Originalgetreu nachgebauten Langhaus sind wir an diesem Tag die einzigen Besucher. Ein "echt" gekleideter Wikinger führt uns. Um´s Gebälk heult der Wind, das offene Feuer knistert - wir fühlen uns 1000 Jahre zurückversetzt.

Montag, 29. Januar 2007

Henningsvaer


Morgens 45 Min das Deck freigeschaufelt, die tiefgefrorenen Festmacher mit heissem Wasser übergossen, weil sie sich sonst nicht lösen lassen - los geht´s nach Henningsvaer. Schneeschauer bei - 7° C begleiten uns. In Henningsvaer hatten wir eigentlich viele Fischer erwartet. Aber es sind weniger als im Sommer. Am Schwimmsteg fließend Wasser, man lässt es einfach laufen, damit es nicht einfriert und Strom. Was will man mehr. Wir holen unsere Ski raus und erwandern den Ort auf Ski.

Samstag, 27. Januar 2007

Blizzard in Svolvaer

Wir sind in Svolvaer. Der angesagte Sturm ist eingetroffen. In den Boen kachelt es mit über 50 kn bei gleichzeitig starkem Schneefall. Der Schwimmsteg erweisst sich als nicht so stabil wie gedacht. In der Nacht verschiebt er sich seitlich, sodaß die Gangway ins Wasser plumpst - an Land gehen nur noch mit Dinghy. Ausser uns liegen noch 2 Fischer hier. Mit dem Bus wollen wir nach Borg ins Wikingermuseum fahren. Aber die Brücke über den Gimsöysund kann nicht passiert werden. Der Sund wirkt als Düse - auf der schmalen hohen Brücke bläst es mit Orkanstärke - der Bus kehrt wieder um.