Montag, 29. Januar 2007

Henningsvaer


Morgens 45 Min das Deck freigeschaufelt, die tiefgefrorenen Festmacher mit heissem Wasser übergossen, weil sie sich sonst nicht lösen lassen - los geht´s nach Henningsvaer. Schneeschauer bei - 7° C begleiten uns. In Henningsvaer hatten wir eigentlich viele Fischer erwartet. Aber es sind weniger als im Sommer. Am Schwimmsteg fließend Wasser, man lässt es einfach laufen, damit es nicht einfriert und Strom. Was will man mehr. Wir holen unsere Ski raus und erwandern den Ort auf Ski.

Samstag, 27. Januar 2007

Blizzard in Svolvaer

Wir sind in Svolvaer. Der angesagte Sturm ist eingetroffen. In den Boen kachelt es mit über 50 kn bei gleichzeitig starkem Schneefall. Der Schwimmsteg erweisst sich als nicht so stabil wie gedacht. In der Nacht verschiebt er sich seitlich, sodaß die Gangway ins Wasser plumpst - an Land gehen nur noch mit Dinghy. Ausser uns liegen noch 2 Fischer hier. Mit dem Bus wollen wir nach Borg ins Wikingermuseum fahren. Aber die Brücke über den Gimsöysund kann nicht passiert werden. Der Sund wirkt als Düse - auf der schmalen hohen Brücke bläst es mit Orkanstärke - der Bus kehrt wieder um.

Dienstag, 23. Januar 2007

Schnee und eine Sturmwarnung






Über Nacht ist einiger Schnee gefallen - Schneeschippen zum warm werden. In der nächsten Nacht soll ein schwerer Sturm aufziehen, aber für heute ist guter Wind angesagt. Wir segeln die 40 sm nach Svolvaer. Bei -6° C ist das Segelvergnügen doch sehr von der eisigen Art. Tampen und Schoten sind hart gefroren und ähneln mehr Drahtseilen. Aber im Schiff ist es warm, der Wind raumschots und der Autopilot steuert - so halten sich die Härten doch in Grenzen.

Montag, 22. Januar 2007

Kaldvik


Gestern haben wir eine Schneewanderung nach Hamsund, dem Geburtsort des norwegischen Schriftstellers Knut Hamsun gemacht. Das kleine Museum in seinem Geburtshaus war natürlich geschlossen. Für eine halbe Stunde haben wir tatsächlich die Sonne gesehen. Weiterhin haben wir schwachen Wind, wir motoren zum Tysfjord. Fangen 4 Dorsche. Der Fischvorrat wächst - kein Problem, wir haben ja unseren "Gefrierschrank" an Deck. Der sehr geschützte Ankerplatz ist von weichem Eis bedeckt. Das Ausbringen einer Landleine gerät zum schwierigen Manöver, weil mit dem Dinghy kaum durch das Eis zu kommen ist. Der Mond spiegelt sich in den Wasserflächen zwischen dem Eis, ausser dem leisen Knistern des Eises herrscht absolute Stille - später Polarlicht am Himmel.

Samstag, 20. Januar 2007

Bjoernvaagen, Hamnaroey

Das Zeitfenster für Aktivitaeten ist knapp: Mit dem ersten Büchsenlicht geht es um 09.00 Uhr Anker auf. Unseren nächsten Ankerplatz wollen wir noch bei Tageslicht erreichen, da bleiben nur wenige Stunden. Unterwegs fangen wir 3 Dorsche und 1 Seelachs. In den nächsten Wochen wird es wohl wieder Fisch satt geben. Nach der Ankunft und dem Aufklaren an Bord ist es schon fast dunkel. Durch tiefen Schnee "krabbeln" wir auf einen kleinen Inselgipfel (s. Foto). Zum Tee sind wir wieder an Bord vor unserem gemütlich bollernden Ofen.

Donnerstag, 18. Januar 2007

Start in Bodoe


Heute haben wir Bodoe Richtung Norden verlassen. Unser Wintertörn startet. Einen kleinen Vorgeschmack des Winterwetters gibt es gleich 2 Meilen nördlich des Hafens: Trotz ruhiger Wetterlage fegt es mit 7 Windstärken bei eisigen -3° C von den Bergen. Das Reffen lohnt sich kaum, denn eine halbe Stunde später ist wieder Flaute. Aber kalte Finger hat´s gegeben. Daran werden wir uns wohl noch gewöhnen müssen. Gegen 15.00 Uhr treffen wir an unserem ersten Ankerplatz Nordskot ein. Es wird schon wieder dunkel. Die Tage sind kurz um diese Zeit, die Sonne ist noch nicht zu sehen.