Dienstag, 27. Februar 2007

Skitour am Risoeysund


Da wir wegen des Eises in der letzten Bucht nicht an Land können, verholen wir uns ein paar Meilen weiter. Hier ist es zwar sehr offen, aber es ist wenig Wind angesagt. Der Anker fällt im glasklaren Wasser auf Sand. In der stillen Bucht tummeln sich Robben. Zahlreiche Vögel, wie z.B. Prachteiderenten fressen sich hier voll, bevor sie später wieder nach Norden ziehen. Wir machen eine schöne Skitour in das weite, unbewohnte Tal.

Montag, 26. Februar 2007

Im Eis bei Risoeyhamn



Eigentlich wollten wir in der Bucht Tranesvaagen ankern, die wir von früher kennen. Aber die ist kilometerweit mit dickem Eis zugefroren. Am äußeren Rand ist das Eis noch dünner. Dort mogeln wir uns hinter einen Landvorsprung. Das Ankermanöver gestaltet sich etwas schwierig, da wir erst genügend Eis brechen müssen um Spielraum zu haben. Alles klappt und wir liegen sicher für die Nacht im Eis. Das Wetter ist ruhig und klar.

Sonntag, 25. Februar 2007

Stokmarknes



Wir wollen zu den Vesteralen. Durch den Raftsund geht es nach Norden. Der kalte, starke Ostwind erzeugt im Sund Fallboen. Für einige Sekunden sehen wir einen kleinen "Tornado", der das Wasser peitscht. Zwischenstop vor Anker in Tengelfjord. Tolles Wetter, tolle verschneite Landschaft. Vor dem Wind rauschen wir am nächsten Tag nach Stokmarknes. Am dortigen Schwimmsteg ist es leider sehr unruhig. Die Gischt, die einen Eisbelag auf dem Steg gebildet hat, geht jetzt über die Polaris hinweg und legt sich dort als Eis nieder. Trotz der sehr ungemütlichen Verhältnisse kommt gleich ein Reporter von der örtlichen Zeitung, macht ein Interview mit uns und schiesst ein Foto. Es erscheint auf einer halben Seite. Scheinbar kommt nicht so oft ein Segler hier um diese Zeit vorbei. Wir machen ein paar sehr schöne Skiwanderungen auf das Fjell. Es gibt ein sehr gutes langes Loipennetz. Der Wind hat sich inzwischen gelegt. Strahlender Sonnenschein, mäßiger Frost - so macht das Skilaufen durch die verschneite Landschaft Spaß.

Dienstag, 20. Februar 2007

Ballstad, Svolvaer


Auf dem Weg nach Ballstad regnet es. Besonders reitzvoll erscheint uns Balstad nicht, vielleicht liegt es auch am trüben Wetter. Die Temperaturen sind inzwischen wieder gesunken, und die Strassen somit vereist. Das Gehen auf den Straßen war in den Orten bisher immer sehr rutschig. Überall Eis. Bei -5° C und 5-6 Bft. aus Ost kreuzen wir nach Svolvaer. Das Spitzwasser gefriert noch in der Luft und legt sich als Salzschnee auf Deck. Soweit es nicht wieder abgespült wird, bildet es eine dicke, rutschige Kruste. Aber die Sonne scheint ! In Svolvaer ist Waschtag angesagt.

Freitag, 16. Februar 2007

Nusfjord


Zum Abschied winken Frode und Karin eifrig auf der Mole und wir werden fotografiert. Vorher haben wir noch 1000 ltr. Diesel gebunkert, der hier besonders günstig ist. Der Wind ist durchwachsen, teilweise müssen wir motoren. In Nusfjord ist nichts los. Als wir anlegen hören wir ein "welcome in Nusfjord" von einem Herrn mit Reisetasche, der den Ort gerade verlässt. Sonst sehen wir so gut wie niemanden. Irgendjemand hat das kleine Museum wohl für uns geöffnet. Wir können uns alles ansehen - aber ein Mensch ist weit und breit nicht zu sehen. Auf einer Wanderung durch tiefen Schnee entlang der Küste kommen wir kaum voran. Wir hätten besser die Ski genommen.

Mittwoch, 14. Februar 2007

Vaeroey




Bei gutem Wind und Wetter haben wir einen schönen Törn nach Vaeroey. Wir sind kaum in der großen Soerlandsvagen, schon organisieren uns Fischer per Handy und mit Winken einen guten Liegeplatz. Ein nettes Willkommen. Strom und Wasser gibt´s auch. Kaum fest, kommen Frode und Karin auf die Pier. Sie leben hier, wenn sie nicht gerade auf ihrer Bohrinsel arbeiten und sind selbst Segler. Eine Einladung zum Walessen in Ihrem gemütlichen Holzhaus folgt gleich. Wir verbringen 2 gemütliche und interessante Abende mit ihnen, einen davon bei uns an Bord. Tagsüber machen wir bei tollem Wetter, allerdings kaltem Wind eine Wanderung auf die 421 mtr. hohe Haheia. Die Aussicht auf die Lofoten und Mosken ist fantastisch. Wenn es nicht so kalt wäre, könnte man stundenlang da oben bleiben.

Sonntag, 11. Februar 2007

Reine




Einige Tage bleiben wir in Reine. Skiwanderungen nach Hamnoeya und A. Tolles Wetter aber auch Tage mit viel Schneefall haben wir. Winter pur.

Sonntag, 4. Februar 2007

Stamsund


Der Törn nach Stamsund ist nur kurz. Leider haben wir nach dem Auslaufen einen Kabelbrand. Eigentlich dürfte der nicht passieren, alles ist perfekt abgesichert. Es sieht so aus, dass die Andersen-Elektrowinsch bei Schräglage und gleichzeitigem Frost für kurze Zeit hohen Strom über den Rumpf geleitet hat. Der ist offensichtlich über das Antennenkabel und das WeFax-Gehäuse zur Minusleitung des Wefax geflossen, welche verbrannt ist. Hier kommen scheinbar 2 Fehler und ungewöhnliche Umstände (Frost) zusammen. Andersen wird die Winsch wohl nie bei Frost getestet haben - wer segelt schon bei diesen Temperaturen ?
In Stamsund liegen wir an der Skvarbrygga. Liegegeld will man keines von uns - dafür dürfen wir Strom kostenlos nutzen. Auf den hiesigen Loipen machen wir ausgedehnte Touren.
Der Ausflug nach Borg zum Wikingermuseum wird nachgeholt. In dem Originalgetreu nachgebauten Langhaus sind wir an diesem Tag die einzigen Besucher. Ein "echt" gekleideter Wikinger führt uns. Um´s Gebälk heult der Wind, das offene Feuer knistert - wir fühlen uns 1000 Jahre zurückversetzt.