Samstag, 7. Juli 2007

Besuch in Schweden






Diesesmal haben wir uns den Tysfjord vorgenommen. Schon oft wollten wir bis zum Ende - zum Hellemobotn - segeln. Der Weg war uns immer zu weit, die Zeit zu kurz. Da bis zur Rückkehr nach D sonst nichts auf dem Plan stand, klappte es.
Vorher gab es noch einen kurzen Tagestörn von Svolvaer aus mit Michael´s Eltern, die gerade eine Lofotentour mit dem Auto machen. Wieder war das Wetter meist mit uns. Traumhafter, frischer Sommer. Temperaturen bis 26 Grad, baden in klaren Bergseen.
Nach 3 Tagen mit Zwischstopps und - natürlich- einer Wanderung - erreichen wir den Hellemobotn. Das Ankern dort ist schwierig. 2,5 sm davor aber , in der Nordbukta legen wir die Polaris vor 2 Anker und machen mit einer Leine an Land fest. Wassertiefe 20 bis 27 mtr. Der 2. Anker wird mit dem 150 mtr. langen Gurt ausgebracht. Schließlich wollen wir nach unserer Wanderung zur schwedischen Grenze, die man von hier aus erreichen kann, unser Schiff wiederfinden. Leider zieht am nächsten Tag schlechtes Wetter auf. Wir gehen trotzdem los. Nach 6,5 km und Aufstieg auf 600 mtr. drehen wir in Nebel und Regen wieder um. Dennoch ist die Landschaft hier ungewöhnlich beeindruckend. Der Weg führt entlang einem tiefen, senkrecht eingeschnittenen Canon. Mehrere Wasserfälle stürzen in die Tiefe. Nach 7 Stunden und nasser Dinghyfahrt sind wir zurück auf dem Schiff. Der nächste Tag vergeht mit Arbeiten am Schiff bei Regenwetter. Aber dann klart es auf. Wir beschließen einen 2. Versuch zu machen. Bei diesem Wetter sind die Landschaftseindrücke noch viel intensiver. Nachdem wir die Fjellhöhe erreicht haben, weitet sich die Landschaft. Grüne Heideflächen, blaue Seen und Flüsse überall. Vor uns liegt der schwedische Sarek-Nationalpark. Die schwedische Grenze wird durch ein Schild markiert. Auf dem Rückweg saugen wir nochmal die enormen Landschaftseindrücke auf. Nach 9 Stunden sind wir zurück auf dem Schiff. Menschen haben wir unterwegs nicht getroffen. Keine Frage, dieses war eine der beeindruckensten Wanderungen in Norwegen, die wir bisher gemacht haben.
Am nächsten Tag gleiten wir unter Segeln aus dem schmalen Fjord. Wir ankern bei Kaldvik. Auch hier ist eine Wanderung auf den westlichen Höhenrücken angesagt. Traumhafte Aussicht auf türkisfarbenes Wasser und Strände, die Lofoten in der Ferne. Schwimmen im Bergsee. Das Wasser ist gar nicht mal so kalt.

Svolvaer empfängt uns am nächsten Tag mit Sonne und 26° C. An 8 von 10 Tagen hatten wir wieder bestes Wetter.

In ca. 10 Tagen wollen wir aus Deutschland zurück sein. Dann soll es nach Norden gehen.