Donnerstag, 19. Juni 2008

Schön, schön...


Eine Nacht durchgemacht und wir sind wieder in Svolvaer. Es ist nicht so einfach hier Wiederholungen zu vermeiden: Der Besuch der kleinen, ruhigen Insel Roedoeya verbunden mit einer Wanderung auf den Inselberg durch Wiesen und über Felsen wie im Hochgebirge bot auf kleinem Raum wieder enorme Kontraste. Nach einem Waschstop - ja auch das muss sein - denn die üblichen Tätigkeiten des täglichen Leben`s (putzen, waschen, kochen) können auch an Bord nicht vemieden werden - in Sandnessjoen wo 4 "Maschinen" durchgingen - dann ein Nonstop- über-Nacht-Schlag nach Svolvaer. Erst durch die traumhafte Helgelandsküste, dann über offene See. Der Polarkreis wurde endlich überquert, ein Linienaquavit dazu getrunken, der nun beide Linien überquert hat und die Mitternachtssonne hat uns wieder, wir fühlen uns wie zu Hause. Der Wind - naja, er hätte besser sein können - aber wir konnten Einiges segeln, der Motor hatte seine Pausen.

Das kleine Badezimmer (siehe Foto) war überraschend auf einer kleinen unbewohnten Insel aufgestellt. Die nicht vorhandenen Inselbewohner müssen reinliche Leute sein.

In Svolvaer war wohl vor kurzem ein Kunstfestival. Der Papiermüllberg, mühselig aufgeschüttet - ist noch ein Überbleibsel.

Ansonsten schöne und schönste Landschaft. Wie gesagt, wir wiederholen uns, auch bei den Fotos. Und dennoch für die, die es interessiert noch ein paar Landschaftsfotos:


Freitag, 13. Juni 2008

Torghatten - das Tor nach Helgeland

Die Sonne scheint mal wieder, der Wind lässt immer noch zu wünschen übrig. Von Broennoeysund aus fahren wir mit dem Fahhrad zur Halbinsel Torghatten. Hier hat sich in Jahrtausenden an einem Berg durch Erosion ein gigantisches Tor gebildet, sodaß man praktisch durch den Berg gehen kann. Das Ganze hat den Charakter einer riesigen natürlichen Kathedrale. Hoch oben, am Eingang empfängt uns ein Rabe mit heiserem Krächzen. Dies unterstreicht die besondere, etwas ehrfuchtgebietende Stimmung. Der Abstieg auf der anderen Seiten durch sonnige Blumenwiesen ist dafür freundlicher.

Mittwoch, 11. Juni 2008

Leka - die ungewöhnliche Insel

Nach einem kurzen Zwischenstop in Rörvik geht es weiter nach Leka. Unterwegs fangen wir schnell einen schönen Seelachs für´s Abendessen.

Diese sehr ruhige Insel ist geologisch interessant. Ihre ungewöhnlichen Felsformationen aus orangebraunem Olivingestein geben ihr ein ganz anderes Aussehen. Die wüste Felslandschaft könnte auch in der Sahara sein - wenn da nicht die grünen Wiesen wären. Auf der Inselringstrasse sind wir mit dem Fahrrad fast Autofrei unterwegs.


Dienstag, 10. Juni 2008

Norwegenwetter



Na endlich: Ein Tief bringt Wind und Regen. Die Temperaturen sinken auf 8 Grad. Westliche Winde lassen uns ein gutes Stück nach Norden vorankommen. Wir sind in Rörvik, aber nur für einen kurzen Zwischenstop. Die Küste Helgelands lockt uns. Sie beginnt gleich nördlich von hier.

Freitag, 6. Juni 2008

Sommer auf Otteröya und Smöla



So einen Sommer haben wir in Norwegen noch nicht erlebt. Seit Wochen kommen wir aus kurzen Hosen und T-Shirt nicht mehr raus. Selbst baden ist schon mal drin.
Die Insel Otteröya liegt etwas abseits der üblichen Routen, der Hafen Midsund ist nicht besonders attraktiv. Dafür bietet sie fantastische Möglichkeiten für Radtouren und Ihre Bergwelt ist mit gut 700 Metern Höhe handlich für Tagestouren. Die Natur ist vielseitig. Zahlreiche Blumenwiesen, bewaldete Berghänge und oben die kahle Fjellandschaft. Wie meist auf Inseln ist es hier ruhiger als auf dem Festland.
Der Wind lässt weiter zu wünschen übrig. Unter Segeln und leider auch Motor erreichen wir Smöla.Diese Insel ist flach und auf den ersten Blick eintönig. Die weite Moorlandschaft erschließt sich am besten mit dem Fahrrad. Aussergewöhnlich ist der breite Schärengürtel aus hunderten von Inseln. Dazwischen ist es oft sehr flach, sodaß wir mit unseren Kajaks diese Welt aus Fels und Wasser erkunden. Zahlreiche Seevögel brüten auf den Inseln.

Sonntag, 1. Juni 2008

Alesund - die "handliche" Stadt


Der andauernde Nordwind wurde von schwachem Wind aus Süd abgelöst. So machen wir uns auf den Weg nach Norden, rund Statt, leider zum größten Teil unter Maschine, da doch meist Flaute herrscht. Aber ein passender Wind ist nicht abzusehen in den nächsten Tagen, also machen wir die berühmte Ausnahme von unserer Regel, keine längeren Strecken unter Maschine zu fahren. Nach 30 Stunden treffen wir in Alesund ein. Eine hübsche, kleine Stadt, die vor allem durch ihre Lage besticht. Und die wird am besten vom Hausberg aus deutlich.
Aber wir sind keine Stadtmenschen und am nächsten Tag machen wir uns schon wieder auf zur nördlich gelegenen Insel Otröya. Hier locken Natur, Radtouren und - mal wieder - tolle Berge. Demnächst mehr davon.