Donnerstag, 24. Juli 2008

Arktis pur

Typisch Spitzbergen: Alles dabei. Dicker Nebel, Nieselregen aber auch glasklare, sonnige Tage mit Sicht von "Pol zu Pol". Wir ziehen an der Westküste nach Norden. Nach Durchzug eines Regengebietes machen wir eine Wanderung durch eine vollkommen stille, melancholische Landschaft unter wolkenverhangenen Himmel. In den kleinen Seen und Flüssen spiegeln sich die grauen Berge. Eine Urwelt.

Die Walrosskolonie am Forlandsund laufen wir an. Nebelschwaden lassen die gewaltigen Tiere immer wieder nur schemenhaft erscheinen. Nebelschwaden steigen auch von Ihren Leibern auf. Das Grunzen, Schnaufen und Prusten dringt zu uns durch den Dunst. Einige Tiere baden, andere liegen faul am Strand herum.

Bei bestem, windstillen Wetter genießen wir die Aussicht auf die Westküste von der Insel Prins-Karls-Forland. Wir ersteigen einen Berg, wir wandern auf der vorgelagerten Küstenebene durch eine kilometerlange Steinwüste, die fast leblos daliegt. Durch jahrtausendelange Frosteinwirkung sind die kleinen flachen Steine zu einem festen Pflaster geworden. Genauso haben wir es auch in der Wüste Namibias gesehen.


Mit schönem Wind segeln wir weiter nach Norden in den Kongsfjorden. Unser Ankerplatz wird auf der einen Seite von einem Vogelfelsen und auf der anderen von einer Gletscherabbruchkante umfasst. Diese wird von der Abendsonne angestrahlt. Das Schreien der Dreizehenmöwen und Lummen ist deutlich zu hören. Tolle Berge gibt es drumherum. Wenn das Wetter passt, werden wir morgen vielleicht einen von ihnen besteigen...