Freitag, 25. Juli 2008

Ein Landgang....

Wie muss man sich das nun vorstellen, wenn wir hier auf Spitzbergen an Land gehen?

Es ist da so Einiges zu bedenken, will man eine Situation, in der man auf Hilfe von anderen angewiesen ist, möglichst vermeiden. Hier eine Auszug aus einer Email von Martina an Ihre Freundin, in der sie dieses nicht ganz unaufwendige Unterfangen beschreibt:

Wanderklamotten an, Rucksack packen mit: Zusatzpullover und Regenjacke, Handschuhe und Mütze etc.,Satelitentelefon im wasserdichten Beutel,"Powerriegel! für den kleinen Hunger zwischendurch, Signalpistole mit Knallpatronen ( um den Eisbären erstmal ein bißchen zu erschrecken) klarmachen, diverse Ersatzpatronen in den Hosentaschen verstauen, nebst Sonnenbrille und Kompass, evt. Karte, Fernglas umtüdeln( um die weißen Tierchen auch in der Ferne ausmachen zu können)

Gewehr mit Munition versorgen, entsprechende Munition auch wieder - in diesem Falle in Michaels Hosentaschen verstauen -Kamerabeutel mit, Wanderstöcke mit

Sollten es dann weit zum Strand sein oder viel Welle, steigen wir erst noch in unsere orangefarbenen Überlebensanzüge , mit denen hält man es eine ganze Weile hier in dem eiskalten Wasser aus - (neben den Eisbrocken vom Gletscher).

Am Strand dann angekommen, erfolgt erst der obligatorische 360 Grad Rundumblick von uns (Eisbär?), Michael schultert das Gewehr und dann gehts raus aus dem Anzug und rein in die hoffentlich nicht an Bord vergessenen Wanderschuhe, Rucksack und Kamerabeutel werden verteilt und los gehts.

Ach ja, vorher noch das Beiboot ordentlich sichern und das 1 -Mann -Plastikpaddelboot ein paar Schritte abseits unterm Stein deponieren. Das ist so ein Ding, das man bei Bedarf aufpusten soll und das eine Person zum Schiff zurück bringen könnte ... für den Fall, dass ein Eisbär seine Krallen am Beiboot schärfen möchte. Im Schiff hätten wir dann noch ein zweites Beiboot als Ersatz.

Alles in allem ein immer recht zeitaufwendiges Vorhaben !