Samstag, 6. September 2008

Grünes Nordirland


Nachdem wir fast den ganzen Sommer Glück mit dem Wetter hatten, holen wir jetzt ne´ganze Menge nach: ein Tief nach dem anderen bringt Wind aus südlichen Richtungen, meist stark und unglaubliche Mengen an Regen. OK, der Regen passt zu Schottland und Irland und sollte uns wasserfeste Segler nicht stören, aber der Wind dürfte mal länger aus der richtigen Richtung wehen. Die Lücken nutzen wir. Das Timing bestimmt hier aber nicht nur der Wind, auch die teils starken Tiden-Strömungen wollen richtig genutzt werden. Nach 2 Ankerstopps landen wir schließlich in Belfast, Nordirland, genauer in Bangor, einem Vorort.

Ehrlich gesagt fielen uns zu Belfast gleich jahrzentelange Unruhen und Terroranschläge, durch Mauern getrennte Wohngebiete, lautstarke und steinewerfende Demonstranten ein.
Alles Schnee von gestern. Belfast mach einen sehr wohlhabenden, pulsierenden Eindruck, eine Stadt, die etwas amerikanisch anmutet. Von den unruhigen Zeiten ist nichts mehr geblieben und unsere Vorurteile im Kopf sind nun gelöscht.

Aber wir liegen ja in Bangor, einem Vorort von Belfast. Das erste mal mit unserer Polaris in einer richtigen Marina. Ist ja auch mal ganz schön den Komfort zu genießen. Aber wäre es immer so, würden wir nicht mehr segeln. So dicht an dicht in Boxen eingepfercht, dass ist irgendwie das Gegenteil von der großen Freiheit der Meere, Weite und Natur. Nicht unser Ding auf Dauer.

Die Gegend ist dicht besiedelt, und nach einer eintägigen Radtour erkennen wir, dass wir aus diesem Ballungszentrum so schnell nicht mit dem Fahrrad rauskommen. Also mal ein Auto gemietet. Dieses bringt uns in typisch irische, grüne, sehr grüne Landschaften. Schöne Wanderungen kann man hier machen. Es würde sich lohnen, dafür nochmal für länger wiederzukommen. Ein paar Hügel erklommen, Aussicht, die grüne Weite, Zwiesprache mit Schafen und Kühen, der intensive Geruch nassen Grases....

Hier noch ein paar Eindrücke in Bildern: Bangor: