Montag, 13. April 2009

Angekommen in Amerika...

Fernandina

Von unserem kulinarischem Erlebnis in Fernandina haben wir ja schon berichtet. Mit 2- tägigen Segeltörn in besten Passatbedingungen waren wir von den Bahamas zunächst nach Cape Canaveral, Florida gelangt. Hier empfing uns amerikanisches Flair. Nachts um 3 Uhr angekommen, ging es nach 3-stündigem Schlaf in die Vollen. Beim Zoll telefonisch melden, im Hafen anmelden und dann die „kurze“ Strecke zu Fuß zur Immigration – persönliches Erscheinen war angeordnet. Aus der kurzen Strecke wurde eine längere, denn Amerika ist groß, die Straßen breit und lang und zu Fuß geht hier eigentlich niemand – nur wir. Der nette Zollbeamte machte einen etwas unausgeschlafenen Eindruck, fragte nicht viel – frisches Gemüse an Bord ? - „No, all eaten up“ und schon waren wir offiziell abgefertigt. Nach erfolgtem Rückmarsch über viel Beton nahmen wir uns für den geplanten Lebensmitteleinkauf am Nachmittag vor, die Fahrräder aufzubauen.

Tante Emmaläden um die Ecke gibt es nicht. Also los zum großen Shoppingcenter. Einzige Radfahrer weit und breit. Als wir meinten fast da zu sein, vor uns dann eine lange, sehr lange breite Straße wie es sie in allen amerikanischen Vorstädten gibt. An der Seite alle Arten von Fressbuden und zahlreiche andere Dienstleister, meist rund ums Auto. Da hinten am Horizont muss das Center ja sein. Und so war es. Das Lebensmittelangebot riesig, wurden unsere Fahrräder, dem Zusammenbruch nahe, voll geladen und dann ging es – frohen Mutes – wieder zum Hafen.

Für den Tag reichte es. Zur Belohnung gab es abends noch einen Raketenabschuss auf dem nebenan gelegenen Gelände. Die Rakete konnte man mit den Augen fast bis in den Weltraum verfolgen.

Eine Nacht ausschlafen und dann weiter, wieder über Nacht – mangels Wind leider meist unter Maschine bis nach Fernandina.

Dieser recht hübsche, wenn auch touristisch angehauchte Ort, auf Amelia-Island gelegen, wird von einer Papierfabrik und einer stinkenden Chemiefabrik eingerahmt, die man im Hafenhandbuch und touristischen Broschüren ignoriert. Aber die nächste Insel, Cumberland Island, komplett Nationalpark reizt uns. Wir verholen uns alsbald dorthin vor Anker. Hier finden wir ursprüngliche Natur.





Fernandina war mal ein Piratennest – deswegen gibt es Piraten an jeder Ecke