Donnerstag, 29. Oktober 2009

Schneeschmelze

Neben unserem dänischen Refleks Fischkutterofen findet sich jetzt oft eine mit Schnee gefüllte Wanne. Unsere Trinkwassertanks mussten geleert werden, die Seewassertemperatur liegt bereits unter Null Grad und das Wasser in den Tanks könnte gefrieren.

Das bedeutet, das wir unser gesamtes Wasser aus Schnee schmelzen. Kein Problem, da der Ofen ohnehin ständig brennt. Es dauert nur ein wenig und der Verbrauch ist entsprechend eingeschränkt. Nix mit großer Dusche, dafür geniessen wir unseren Tee um so mehr - aufgebrüht mit bestem Wasser entfaltet er sein volles Aroma.

Wie gut, dass der Gefrierpunkt des Seewasser noch längst nicht erreicht ist. So wird die Toilettenspülung noch einige Zeit funktionieren.

Dienstag, 27. Oktober 2009

Letzte Fahrt...


Ein für dieses Jahr wohl letztes Mal verlassen wir unseren Überwinterungsplatz. Unter Maschine fahren wir nach Aasiaat um Diesel zu bunkern. Unser Schiff hat speziell für eine Überwinterung Dieseltanks, die über 3000 ltr. fassen - zum Heizen. Normalerweise sind die meisten Tanks leer, denn wir wollen ja möglichst segeln. 2 Stunden vergehen für das Anker-auf Manöver, da wir mit 6 Landleinen festgemacht sind. Ebenso lange dauert nach der Rückkehr das erneute Festmachen. Am Abend liegen wir wieder sicher in unserer Bucht.

Jetzt beginnen wir, Winterausrüstung und Proviant umzustauen. Bisher musste alles seefest und möglichst so gestaut sein, dass der Gewichtstrimm des Schiffes nicht zu sehr leidete. Das heißt, dass die bereits in Halifax gekauften Vorräte nun nach und nach aus den Bilgen und entferntesten Ecken ans Tageslicht wandern. Die Aktion dauert mehrere Tage. Unser Schiff verwandelt sich zur Hütte.

Jetzt haben wir Zeit, das Gelände auf Ski zu erkunden. Die Schneeverhältnisse werden immer besser, die Seen sind zugefroren und können überquert werden. Auch die ersten Hundeschlitten sind unterwegs.

Auch mit dem Kajak sind wir bei ruhigem Wetter unterwegs - noch ist das Seewasser nicht gefroren, obwohl die Wassertemperaturen schon unter Null gesunken sind.

 Inuit auf der Robbenjagd mit dem Motorboot




Dienstag, 6. Oktober 2009

Nun darf es frieren...


Inzwischen liegt unsere Polaris in einer sehr geschützten Bucht bei Aasiaat - vertäut mit 6 Landleinen und Anker. Hier wollen wir den Winter über bleiben. Vorräte für 7 Monate sind an Bord. Nachschub kann in kleineren Mengen durch Schnee und über Felsen von Aasiaat geholt werden. Der muss dann aber mühselig im Rucksack geschleppt werden. Jedesmal eine Tagesaktion und wegen der zeitweisen Polarnacht sicher auch nicht immer möglich. Die wichtigsten Nahrungsmittel hatten wir schon in Halifax an Bord gebracht.

Um den Diesel zu bunkern, der im Winter zum Heizen benötigt wird, werden wir die Bucht aber vor dem Einfrieren noch einmal verlassen. Vielleicht auch zum Segeln - der Segelspaß ist allerdings bei Temperaturen unter Null und steifgefrorenen Schoten und Fallen etwas begrenzt.