Sonntag, 31. Januar 2010

Technik an Bord unserer Polaris

Heute ist ein windiger Tag. Die Temperaturen liegen um Null, der Schnee ist verharscht. Keine guten Skibedingungen. Zeit um diesen Post zu schreiben.

Schon öfter haben wir Nachfragen nach Details zu der Technik an unserem Schiff erhalten. Insbesondere auch in Bezug auf die Überwinterung. Unsere Freunde Phyllis und John, die hier im Dezember 4 Wochen an Bord waren, haben in Ihrem Blog zu einzelnen Themen sehr gute Posts geschrieben. Für die interessierten Leser listen wir nachfolgend einige Links auf. Ihr Blog ist auch sonst eine sehr fundierte Fundgrube zu Technikthemen. Beide haben viele Jahre für Yachting World und für Cruising World geschrieben. Fragen zur Technik an Bord beantworten wir natürlich auch gern per email.

Verschiedene Themen:
http://morganscloud.com/aacblog/2009/12/sv-built-for-arctic.html

Heizen an Bord:
http://morganscloud.com/aacblog/2009/12/heat-on.html

Dieseltagestank:
http://morganscloud.com/aacblog/2009/12/interesting-gear-on-diesel-fuel-day.html

Petroleumherd von Bertschi:
http://morganscloud.com/aacblog/2009/12/interesting-gear-on-cooker.html

Feuerbekämpfung, Bilgepumpen:
http://morganscloud.com/aacblog/2009/12/interesting-gear-on-cooker.html

Barograph:
http://morganscloud.com/aacblog/2009/12/interesting-gear-on-barograph.html

Freitag, 29. Januar 2010

Montag, 25. Januar 2010

Zarte Rottöne

Eigentlich ist die Sonne schon seit dem 13. Januar wieder zu sehen, zumindest kurz, am Mittag. Aber wegen des bewölkten Himmels haben wir bisher nur einige zarte Rottöne zwischen den Wolken entdecken können. Die Tage werden dennoch merklich länger.
Das Eis in unserer Bucht ist stärker geworden. Mittlerweile gehen wir ohne Trockenanzüge über´s Eis an Land. Nur in Ufernähe ist es brüchig. Dort haben wir unser großes Dinghy als "Brücke" hingelegt. Das kleine Dinghy ziehen wir zur Sicherheit noch mit. Außerdem haben wir eine Leine zwischen Ufer und Schiff und eine Eisaxt am Mann, mit der man sich notfalls wieder auf´s Eis ziehen kann.
Dadurch, dass auch andere Buchten zugefroren sind, erweitert sich unser Aktionsradius per Ski. Auch die Hundeschlitten können längere Strecken fahren. Wir hoffen, dass der Sund südlich von uns noch sicher zufriert. Dann könnten wir von der Insel runter und wirklich ausgedehnte Touren machen.

Dienstag, 19. Januar 2010

Erste Schritte auf dem Eis

Temperaturen um die 16 Grad unter Null haben die Eisdecke in der Bucht wachsen lassen. Wir wollen heute unseren ersten Versuch wagen, über das Eis an Land zu gelangen. Unser kleines Schlauchboot wird aufgebaut, weil es leichter zu schieben und zu ziehen ist. Michael, in den Überlebensanzug verpackt, testet vorsichtig die ersten Meter: das Dingi vor sich herschiebend, um sich vor einem evtl. Bad in Sicherheit bringen zu können. Eine Leine zieht er mit sich, mit der ich ihn, zusammen mit der elektrischen Winsch zurückholen könnte. Es geht aber alles gut, kein Knacken oder Krachen ...lediglich am Ufer sind teils etwas unsichere Eischollen aufgeschoben, bedingt durch die Gezeiten. Ein paar weitere Tage noch mit knackiger Kälte, dann werden wir jederzeit leicht ans Ufer gelangen können.

Ein Griff in unsere gut gefüllte Gefriertruhe im Cockpit (die Kälte hat auch ihre Vorteile) sorgt danach für ein leckeres Abendessen.

Montag, 18. Januar 2010

Eisbergbesuch

Durch lang anhaltende nördliche Winde haben sich auf der Südseite der Diskobucht, also unserer Seite, zahlreiche Eisberge angesammelt. Einige größere Bruchstücke haben ihren Weg in den Sund südlich von uns gefunden (Langesund). Von dort sind 2 kleine Eisberge von wohl über 100 t in unsere Bucht getrieben. Zum Glück friert der mittlere Teil der Bucht in dem wir liegen allmählich zu. Dieses Eis hat die Eisberge erstmal gestoppt, so dass sie uns nicht auf die Pelle rücken können.

Wir liegen zwar auf nur ca. 5 Meter Wassertiefe, aber für "Growler" dieser Größe würde das evtl. noch reichen.

Mit Schneeschuhen gehen wir auf unseren Hausberg (90 M). So haben wir einen Gesamtüberblick. Weitere Eisberge sind im Langesund aber nicht in Sicht.

Um an Land zu kommen muss der über Nacht wieder zugefrorene Kanal vom Vortag erneut freigelegt werden. Jedes Mal eine schweißtreibende Arbeit. Wir schaffen die 50 Meter in 20 Min.

Heute konnten wir eine Meerbucht das erste Mal per Ski überqueren - nachdem dort bereits mehrere Hundeschlitten gefahren waren. Die Bucht hat durch eine flache Untiefe einen geringen Wasseraustausch und das Eis ist hier sehr dick. Bei Flut werden Teile allerdings mit Meerwasser überflutet, wodurch sich ein salziger Schneematsch bildet.

Samstag, 16. Januar 2010

Kanalbauarbeiten

Minusgrade, 12 -14 Grad unter Null haben eine weiche Eisdecke in der Bucht enstehen lassen. Vor unserem täglichen Skilauf gibt es nun erstmal Arbeit für uns: das Cockpit wird einigermaßen vom Schnee befreit, dank unserer kleinen "Kuchenbude" bleibt unser Niedergang aber frei vom Schnee. Danach erfolgt vorsichtiges Hinabklettern ins Dingi, Beladung mit Skiern und Rucksäcken. In diesen ist neben Zusatzkleidung auch unser Müll der letzten Tage, denn die nächste Mülltonne befindet sich eine gute Stunde Skilauf weiter an dem kleinen Flughafen. Und da es unserem Außenborder bei den Temperaturen scheinbar zu kalt ist, müssen wir uns eigenhändig den Weg durch Eis bahnen: mit Schaufel, Riemen und Leine.... es wird gehackt, gerudert, gezogen... wir haben gar keine Zeit zu frieren... nach einer halben Stunde haben wir die rund 50 m zum Ufer geschafft. Der weitere Weg auf Ski ist dagegen ein Genuß, zwar auch nicht ganz ohne Anstrengung, aber wesentlich schneller.
Ein paar Minuten zum Aufwärmen am menschenleeren Flughafen und dann gehts wieder retour.

Sonntag, 10. Januar 2010

Begegnung im Schnee

Hecheln aus 8 Hundekehlen, Rauschen der Schlittenkufen im Schnee - eine Begnung mit einem Hundeschlitten aus nächster Nähe übt immer noch eine große Faszination auf uns aus. Irgendwie hat es etwas vom Segeln - diese gleitende, lautlose Art der Fortbewegung.
Nachdem es gestern ordentlich geschneit hat und wir auf unserer Skitour keinen Menschen trafen, passierten uns heute 8 Hunde samt Mann und Schlitten dicht bei. Wetter und Licht waren gut. Die Sonne - noch hinterm Horiziont - schickte erste Strahlen an die südliche Wolkendecke. Das Skilaufen ein Genuss.

Samstag, 9. Januar 2010

Wieder an Bord

Nach 2 Tagen Anreise zurück nach Aasiaat klappt unser Crewwechsel wie geplant. Pünktlich treffen unsere Freunde an dem kleinen Flughafen ein. Direkt von der Polaris kommend - auf Ski - das Reisegepäck in der Pulka ziehend.
Ein kurzer Austausch nur, das Gepäck wird umgeladen und dann müssen wir bereits los - das Tageslicht oder besser die Dämmerung ist zur Zeit noch begrenzt: von ca. 10.30 -15.00 Uhr - und wir wollen nicht im Dunklen skilaufen.

Unsere Bucht ist noch frei von Meereis - die Temperatur ist zur Zeit nur bis - 8 Grad C ...so können wir tatsächlich noch mit dem Dingi zum Schiff übersetzen. Übervoll mit Rucksäcken, Ski und Pulka tuckern wir langsam voran.

Wieder an Bord fühlen wir uns gleich heimisch. Nach kurzer Zeit ist das Gepäck verstaut. Es ist warm und gemütlich. Alles sauber und wohnlich, sogar 2 Essen haben Phyllis und John für uns schon vorgekocht. Das Schiff war in den 4 Wochen in allerbesten Händen.
Musizieren, lesen, skilaufen, fotografieren..... die Tage lassen sich ohne weiteres gut ausfüllen.

Freitag, 1. Januar 2010

Ein gutes Neues !

Allen unseren Freunden und Lesern wünschen wir ein gesundes und gutes neues Jahr !

Nächste Woche geht es wieder zurück nach Grönland, um unsere Freunde Phyllis und John abzulösen, die jetzt seit über 3 Wochen an Bord sind. Dann werden wir wieder von Grönland berichten.

Wir haben eine neue, kleine Fotogalerie " unser Grönlandsommer 2009" erstellt.