Donnerstag, 29. April 2010

Mondaufgang über einsamen Land

Auch wenn es hier nicht das erste Mal ist: es verlockt immer wieder, etwas von dem bezaubernden Licht, dass sich jetzt oft besonders nachts einstellt, in diesem Blog zu zeigen.

Die Nächte sind hell und bereits in wenigen Wochen wird die Mitternachtssonne scheinen. Gestern Abend bot auch der Aufgang des Mondes über dem weiten, verschneiten Land im Süden von unserem Hausberg aus gesehen ein tolles Schauspiel.

Sonntag, 25. April 2010

Vorfruehlingsstimmung

An den dunklen Felsen werden die schneefreien Flächen immer größer. Moose, Flechten und Heide kommen zum Vorschein und produzieren den unverkennbaren Geruch nordischer Landschaften. Nach dem langen, "geruchsneutralen" Winter wirkt er intensiv und weckt bei uns viele Erinnerungen an sommerliche Wandertouren. Schneeammern sind eingetroffen und man hört ihren an unsere Amseln erinnerden Gesang - auch etwas Neues für uns, nachdem wir an Vogelstimmen den gesamten Winter fast nur das Gekrächze der hier häufigen Raben gehört haben.
Aber noch ist es nicht so weit - die Polaris liegt unverändert in stabilem Eis und die Nachtemperaturen erreichen oft noch -8 Grad.

Montag, 19. April 2010

Shrimps und Kaffee

Die häufig sonnigen Tage laden auch zum längeren Verweilen im Ort ein. Ich - Martina - halte mich auch mal den ganzen Tag in Aasiaat auf, um die Menschen in ihrem Alltag zu fotografieren. Nette Begegnungen erlebe ich dabei: Spontan werde ich zum Kaffee eingeladen, als ich den Arbeitern bei der Entladung des Fischers zusehe. Shrimps werden hier angelandet, die Shrimpsfabrik ist ein bedeutender Arbeitgeber im Ort. Mit vielen Gesten und Lachen verständigen wir uns, denn leider kann ich kein grönländisch oder dänisch.
Später lande ich noch bei Naja und ihrem Mann zum Kaffee in einer der Wohnblockwohnungen. Das Wochenende steht vor der Tür, alle sind locker drauf und freundlich.

Sonntag, 18. April 2010

Endlich Nachschub

Nach Monaten der Winterpause ist der erste große Frachter in Aasiaat eingetroffen, aus Aalborg in Dänemark.
Betriebsamkeit entsteht an der Pier. Container werden entladen. Nicht alles ist für Aasiaat bestimmt. Ein kleinerer Küstenfrachter nimmt später die Ladung für die umliegenden Ortschaften an Bord. Es dauert also noch ein bißchen länger, bis alle benötigten Waren auch dort verfügbar sind.

Nachdem die Gemüse und Obstregale im Laden wochenlang so gut wie leer waren - auch Kartoffeln gab es keine mehr - ist jetzt erstmal alles wieder gut gefüllt. Nur die neuen Bananen ähneln mehr einem Bananenbrei, aber sie haben ja auch einen langen Weg mit Umsteigen in Aalborg hinter sich. Und die Seestrecke um Kap Farvel herum gehört um diese Jahreszeit zu den rauesten überhaupt, da wird die Ladung gut durchgeschüttelt.

Samstag, 10. April 2010

Ein Luftbild

An unserem Lenkdrachen haben wir eine kleine Digitalkamera befestigt und die Polaris von oben gefilmt. Ein bisschen wackelig das Ganze, aber es hat funktioniert.

 

Samstag, 3. April 2010

Wartungsarbeiten

Die Sonne scheint seit Tagen. Die Temperaturen liegen allerdings noch gut unter Null und das Eis hier in der Bucht nimmt an Stärke noch zu. Dennoch denken wir jetzt häufiger an´s Segeln, offenes Wasser. Aber der Eisaufbruch wird sicher noch etliche Wochen auf sich warten lassen.

Das Schiff wird jetzt Schritt für Schritt vorbereitet. Die diversen Wartungsarbeiten nehmen Zeit in Anspruch und es ist schön, wenn man nicht alles auf einmal erledigen muss, z. B. werden alle Winschen zerlegt und gereinigt, die Rollreffanlage gecheckt, der Klüver kontrolliert und der UV-Schutz nachgenäht usw. Auf der Eisfläche haben wir ja jetzt einen riesigen Schnürboden und konnten das 80 qm große Segel bei Windstille fantastisch ausbreiten.