Mittwoch, 23. Juni 2010

Rode Bay

Inzwischen im Umanaq Fjord angekommen wird es mal Zeit, über unsere
Erlebnisse in der Zwischenzeit zu berichten.

Einige Tage verbrachten wir vor Anker in der Nähe des kleinen Ortes Rode
Bay, den wir bereits letztes Jahr besuchten. Die Gegend lädt zum Wandern
ein. Wasserfälle, Flüsse, Seen und Berge bis 600 Meter Höhe.

Mit dem Dinghy machten wir einen Ausflug zum 8 Seemeilen entfernten
Ilulissat. Hier waren wir bereits in den Neunziger Jahren. Der Ort hat sich
doch erheblich entwickelt. Er ist moderner geworden. Obwohl er wegen des
berühmten Isfjordes ein Touristenzentrum ist, erscheint er uns nicht sehr
attraktiv. Wir nutzen die gute Versorgung zum Einkaufen und natürlich vor
allem zu einer kleinen Wanderung zum Isfjord. Der Fjord ist voll mit
riesigen Eisbergen, die sich täglich rund 30 Meter voran ins Meer schieben.
Sicherlich eines der Wunder dieser Welt.

Der Rückweg gestaltet sich dann bei auflandigem Wind mit unserem kleinen
Dinghy etwas rau. Wir fahren dicht am Ufer entlang und suchen hinter den
vielen gestrandeten Eisbergen etwas Schutz vor den Wellen. Ständig müssen
wir den tausenden kleinen und großen Eisbrocken ausweichen.

In der Siedlung Rode Bay gibt es in einem alten, historischen Holzhaus das
Restaurant "H8". Es wird von Uta und Ingo betrieben, die vor mehr als 12
Jahren hierher von Deutschland ausgewandert sind. Das gutgehende Restaurant
bietet hauptsächlich grönlandische Spezialitäten und wird sowohl von
Einheimischen, wie auch von Touristengruppen aus Ilulissat besucht. Bereits
im letzten Jahr haben wir Uta und Ingo kennengelernt. Wir werden zu Kaffee
und Kuchen eingeladen und geniessen die Stille im Inneren dieses gemütlichen
Hauses mit Blick auf unsere Polaris, die eine Meile entfernt vor Anker
liegt.

Abends sammeln wir am Ufer noch Miesmuscheln, die es hier in großen Mengen
gibt.