Dienstag, 20. Juli 2010

Durch Nebel und Eisberge

Die Fahrt geht weiter in den nördlichen, abgelegenen Teil des Umanaqfjordes. Hier leben kaum Menschen, viele Berge steigen direkt vom Wasser über 2000 Meter auf, es gibt massenhaft gigantische Eisberge und kaum sichere Ankerplätze.
Bei der Durchquerung des schmalen Inukavsaitsundes reist die Wolkendecke auf. Wir müssen den Kopf in den Nacken legen, um die Gipfel der 2000er zu sehen.
Im Karrat Isfjord stecken die meisten Eisberge im Nebel, nur ihre Gipfel ragen heraus - liegen wie entrückt in der Sonne. Die
Eisberge reihen sich dicht aneinander, aus der Entfernung sieht der Fjord unpassierbar aus. Schließlich stecken auch wir im Nebel. Mit Radar versuchen wir einen Mindestabstand von den Eisbergen einzuhalten, was nicht immer einfach ist, da einige sehr dicht zusammen liegen. Da man auf dem Radar durch die Abschattung nicht hinter die Eisberge sehen kann, gleicht die Sache einer Fahrt durchs Labyrinth ohne Plan. Ganz wohl ist uns nicht immer dabei, geben die Eisberge doch allerhand warnende Geräusche von sich, wie knistern, knallen bis hin zum Donnergrollen. Schließlich lichten sich Nebel und Eisberge und wir gelangen zu unserem Ankerplatz im Nugatsiaup tunua.
Nachdem ein aufdringlicher Growler mit dem Dinghy beiseite geschafft wurde, haben wir eine ruhige Nacht.