Donnerstag, 8. Juli 2010

Greenland Days im Umanaq Fjord


Tagelang strahlend blauer Himmel und 24 Stunden Sonne! "Greenland Days" –
wie sie der englische Segler, Bergsteiger und Pionier Tilman schon in den
50-igern nannte. Wir nehmen uns reichlich Zeit, den Umanaq Fjord mit all
seinen Nebenfjorden kennen zu lernen. Die Seekarte weist in diesem Gebiet
viele weisse Flächen auf. Das heißt, es fehlen die Tiefenangaben. Um
mögliche Ankerplätze ausfindig zu machen, nehmen wir eine topographische
Karte von "saga maps" zu Hilfe. Auf dieser sind kleinste Buchten und
Landzungen besser erkenntlich, teils mit Ankersymbolen versehen. Wenn das
Ufer jedoch zu steil und tief abfällt, wir trotz unserer 120 m langen Kette
nicht den Anker werfen können, bietet sich mit etwas Glück auch manchmal die
Gelegenheit, direkt an den Felswänden längsseits zu gehen.
Zu dem Hauptort Umanaq mit knapp 1500 Einwohnern kommen noch 7 weitere
Siedlungen. Verstreut im weiteren Umkreis liegen diese paar Handvoll Häuser
auf kahlen Felsen, aber immer mit einer prächtigen Umgebung. Häufig sehen
wir an den Wochenenden Familien in ihren Booten, die auch schnell mal einen
Abstecher zu uns machen.
Die Pilzsaison hat begonnen. Auf einer unserer zahlreichen Wanderungen
entdecken wir in einem weiten Tal mit Bach und viel Vegetation eine Vielzahl
von Pilzen.
Da auf Grönland keine giftigen zu finden sind, ernten wir reichlich. Ihr
intensiver Duft lässt uns das Wasser im Mund zusammen laufen.