Donnerstag, 29. Juli 2010

Moschusochsen geweckt

Mittlerweile sind wir weiter nach Norden gekommen, ankern rund 15 sm südlich von dem Ort Upernavik. Wie eigentlich fast von jedem Ankerplatz aus, erwandern wir uns die Umgebung. Nur selten gibt es wirklich leicht begehbares Gelände, meist müssen wir uns den Weg über steinige Hänge, Geröllfelder teils aber auch durch weiches Moos und kniehohe Weidenbüsche suchen. Um den Rückweg für den Abstieg leichter zu finden, bauen wir schon mal unseren eigenen Steinmännchen.
Weckt man dann noch zufällig einen Moschusochsenbullen aus seinem Abkühlungsschlaf auf einem Schneefeld aus, kann es sogar recht sportlich werden. Vielleicht glaubte er wir wären Artgenossen ? Zielstrebig hielt er jedenfalls auf uns zu. Ebenso zielstrebig hielten wir auf den Gipfel zu, doch weitaus zügiger als vorher. Er war ein Einzelgänger, den wußten wir nicht einzuschätzen. Der Gipfelanstieg schreckte ihn nicht ab und so fielen Picknick und Fotos für uns aus. Durch ein Täuschungsmanöver konnten wir bergabwärts dann doch entkommen.