Donnerstag, 16. September 2010

Eis vor Ilulissat


Auf dem Weg in die Diskobucht stoppen wir für 2 Tage in Qeqertarssuaq (Godhavn), dem einzigen, größeren Ort auf der Diskoinsel. Nach 3 Wochen ist es die erste Möglichkeit zur Versorgung mit frischen Lebensmitteln.

Aufgrund von warmen Qellen ist die Vegetation an der Küste östlich des Ortes überraschend üppig. Es gibt Planzen, die sonst nur in Südgrönland vorkommen. Alles leuchtet bereits in Herbstfarben.

Wir laufen Rode Bay an. Die Bucht ist voller Eis. Kein Problem, da nur wenig Bewegung im Eis ist und größere Brocken von den Untiefen vor der Bucht abgehalten werden. Wir liegen ruhig vor Anker, können unsere Wasser- und Fischvorräte auffüllen und eine wunderschöne Wanderung machen.

Die Eisfelder zwischen Rode Bay und Ilulissat sind sehr dicht. Kein Problem für das Schiff. Nur unser empfindlicher Sonargeber, etwa 1 Meter unter Wasser, wird trotz großer Vorsicht beschädigt. Dies ist bereits das 3. Mal. So nützlich das Gerät der Firma Echopilot hier ist, der Geber sollte hinsichtlich des Kollisionsschutzes verbessert werden. Das Problem kennen wir auch von anderen Arktisseglern.
Schließlich passieren wir die äußerste Grenze des Eises, die durch Strömung wie abgeschnitten ist und können entspannnt an den großen Eisbergen des Isfjordes entlang nach Qasigiannguit fahren.