Donnerstag, 17. November 2011

Neuer Fotoblog und Galerie bei Whitewall


Für alle, die noch nicht genug gesehen haben, gibt es jetzt unseren neuen Fotoblog:


... und eine kleine Galerie bei Whitewall:

viel Spaß beim Ansehen !


Donnerstag, 6. Oktober 2011

Suchtpotential

Die Polaris liegt in Aasiaat neben Fischerbooten an Land. Unser diesjähriger Grönlandtörn ist zu Ende gegangen. Westgrönland hat uns wieder einmalige Eindrücke und ein Gefühl von Frieden und Freiheit geschenkt. Natur und Landschaft sind oft so schön, daß es fast schmerzt. Die Menschen gastfreundlich, unaufdringlich, naturverbunden. 5 Monate praktisch auf keiner Straße zu gehen, kein Auto zu benutzen und meist allein in der Natur zu sein, haben uns gezeigt, daß die Welt noch lange nicht nur aus Internet, Hightech, Industrie und Statussymbolen besteht.

Grönland - ein Land mit Suchtpotential.

Zum Abschluss hier ein kleines Video einer Fahrt durch Eisfelder bei Ilulissat, z. T. vom Masttop aus gefilmt:

Donnerstag, 22. September 2011

Es riecht nach Winter

5 Grad unter Null,  kalter Ostwind pfeift uns um die Ohren, die Luft riecht nach Winter, Schneeschauer haben die Landschaft weiß gepudert. Auf Tümpeln und an den Rändern von Bächen und Flüssen hat sich Eis gebildet. Auf dem gefrorenen Boden lässt sich recht gut gehen, die Schneedecke ist nur dünn.  An der Ostküste der Diskobucht segeln wir nach Süden bis Qasigiannguit. Die Segelsaison nähert sich dem Ende. Bald werden wir nach Aasiaat zurückkehren und dort unsere Polaris ein weiteres Mal über Winter lassen.





Sie träumen vom Winter ?

Samstag, 17. September 2011

Noerdlich von Ilulissat

Bild 1: Im Nebel bei Rode Bay
Bild 2: Die Tundra leuchtet
Bild 3: Eisberge im Nebelmeer
Bild 4: Heimkehr von der Jagd

Donnerstag, 8. September 2011

Herbstimpressionen

Tundra, die in kräftigen Farben leuchtet und mit Massen von Preisel- und Krähenbeeren übersät ist. Zugvögel, die sich sammeln, schöne Lichtstimmungen - das sind unsere Eindrücke der letzten Tage:

Donnerstag, 1. September 2011

Unterwegs in den Herbst

Segeln im Wind und Regen, aber immerhin mal segeln. So ging der Törn zusammen mit Jan zu Ende. Pünktlich hob sein Flieger nach Kopenhagen ab. Inzwischen hat ihn die Zivilisation mit Internet und Handy wieder.

 

Wir konnten uns in Aasiaat neu verproviantieren. Jetzt sind wir unterwegs zu einem herbstlichen Törn in die Diskobucht. Die Temperaturen sinken, der September dürfte dann auch den ersten Schnee bringen.

Mittwoch, 24. August 2011

Topsicht vom Masttop




Tropfnass steigt Jan an Bord. Es regnet. Er hat eine lange Wanderung hinter sich, über Nacht, mit Zelt von Ilimanaq nach Qasigiannguit.

Heute ist der erste Regentag seit ca. 5 Wochen. Vorher wurden wir von Sonne und klarer Luft noch einmal richtig verwöhnt. Ideale Bedingungen für die Fahrt durch große Eisfelder in der östl. Diskobucht. Vom Masttop aus bietet sich Jan eine tolle Aussicht. Mit dem Kajak erleben wir das Eis noch einmal aus der Nähe. Ilulissat besuchen wir kurz tagsüber. Der Ort kommt uns mit seinem lebhaften Verkehr und recht vielen Menschen schon fast wie eine Großstadt vor.

Samstag, 20. August 2011

Wet Shooting mit Buckelwal



Fast lautlos und mit ganz wenig Segelfläche kommen wir dem Buckelwal näher. Dicht an einem Eisberg taucht er immer wieder ab, um kurz danach mit einem laut fauchenden Geräusch wieder an der Oberfläche zu erscheinen. Er ist sehr aktiv. Offensichtlich gibt es hier am Ostende des Vaigat etwas zu futtern. Wir rollen das Vorsegel ein, lassen uns treiben. Wenn er sich entfernt, gleiten wir wieder mit wenig Segelfläche heran. So können wir ihn über längere Zeit beobachten, ohne ihn zu stören.

In 3 Tagestörns haben wir zuvor den Umanaqfjord verlassen, sind durch das Vaigat, der Strasse der Eisberge in die Diskobucht gesegelt. Den Ankerplatz beim Eqip Gletscher wollten wir gestern Abend anlaufen, das war aber wegen der Eislage so gut wie unmöglich. Nur 1,5 sm vor dem Ziel wird das Eis so dicht, dass eine Weiterfahrt unmöglich erscheint. Das Eis hat sich in Richtung Ufer aufgestaut. Außerdem nimmt der Nebel zu und erschwert die Übersicht. Wir drehen ab zu dem 10sm entfernten  Ataa und ankern dort.

Dienstag, 16. August 2011

Wo ist der Weihnachtsmann ?


Schade, der Weihnachtsmann ist nicht zu Hause. Wir hatten gehofft, ihn in seiner Ferienhütte hier am Ankerplatz in Umanaq anzutreffen. Die Hütte, traditionell aus Stein und Torf gebaut, steckt dennoch voller Hinweise darauf, dass er hier regelmäßiger Gast ist. Gemütlich eingerichtet ist sie, wir finden eine Menge Wunschzettel von Kindern aus vielen Ländern. Ein Schubfach steckt voller Schnuller, die einheimischen Kinder haben ihn offenbar hier abgegeben. Das Hüttchen muss wohl weit über die Grenzen hinaus bekannt sein.

Hinter uns liegen eindrucksvolle Tage mit imposanten Eisbergen und (Fels-)Bergen, die über 2000 Meter direkt aus dem Wasser in den Himmel ragen. Auch der Dorschfang war ergiebig. Mehrere Finwale konnten wir beobachten. Die Sonne schien ununterbrochen, ein echter Grönlandsommer.

Freitag, 12. August 2011

Hautnahe Eindrücke

Über eine Woche unterwegs zusammen mit Jan und einige bestiegene Berge, Gletscherfahrt, eine Menge Eis und Seemeilen liegen hinter uns. In der Abendsonne fahren  wir mit dem Kajak zum Upernavik Isstroem. Die Stille wird immer wieder vom Donnergrollen ferner Kalbungen zerrissen. Am nächsten Tag lassen wir uns mit der Polaris einige Zeit vor der Abbruchkante des Upernavik Isstroem treiben. Eisbrocken werden wie in einer Explosion durch die Luft geschleudert, als der Gletscher kalbt. Wir sind weit genug entfernt, uns erreicht nur die harmlose Dünungswelle.

 

Nachdem wir gestern endlich mal wieder bei gutem Wind eine Strecke segeln konnten, laufen wir heute in den Umanaq Fjord ein. Die Sonne knallt vom Himmel, wir sind umgeben von großen Eisbergen, voraus liegen alpine Berge von über 2000m Höhe… mit Spannung erwarten wir die neuen Eindrücke in den tiefen Fjorden.

Mittwoch, 3. August 2011

Menschen, Häuser....

Upernavik: Menschen, befestigte Straßen, ein paar Autos, ein Laden. Zivilisation und für uns jetzt schon fast so etwas wie ein Luxus. Grönland ist ein einsames Land. Fast 4 Wochen ohne einen Ort anzulaufen, liegen hinter uns. In der ganzen Zeit hatten wir lediglich einmal Besuch von Grönländern an Bord und diese gehörten zufällig einer Familie an, die wir schon letztes Jahr als Gäste an Bord hatten. Viel Natur, wandern, Berge, Fjorde….

 

Beim Rundgang in Upernavik geniessen wir die warme Sonne, können auf Bänken sitzen. Ein älteres Paar – Lena und Jakob – sitzt einträchtig vor ihrem kleinen Holzhäuschen auf der Terrasse und lädt uns auf einen Kaffee ein. Jakob hat seine Füße in einer Wanne mit kaltem Wasser. Es ist ihm sonst zu warm – 16 Grad in der brennenden Sonne sind ja auch fast tropisch… für Grönland.

 

Mit Brocken von englisch und dänisch entwickelt sich eine rege Unterhaltung. Unter Zuhilfenahme von Papier und Stift werden Namen und Geburtsjahr der Familienmitglieder ausgetauscht und manches mehr. Sehr interessiert unsere bisherige Segelroute, die als Karte aufgezeichnet offenbar beeindruckt. Im Haus sind die Wände mit alten und neuen Familienbildern behangen. Alles ist nett dekoriert. 2 große Fernseher fehlen natürlich auch hier nicht.

 

Hier in Upernavik erwarten wir unseren Sohn Jan, der mit uns über den Umanaqfjord bis Aasiaat segeln will.