Freitag, 17. August 2012

Melvillebucht und wieder Richtung Sueden Teil 1

Endlich haben wir Zeit, mal wieder zu posten. In der Nähe von Upernavik warten wir ab, bis sich der anhaltende Südostwind ausgeweht hat. Nur einen Tagestörn nach Norden von Nugssuaq aus erreichten wir die Melvillebucht. Nach der Rundung der imposanten Halbinsel Holmö kam der sehr markante Berg „Devil´s Thumb" in Sicht. Er markiert die Südseite der Melvillebucht . Die Melvillebucht war früher Fanggebiet für die Grönlandwale und von den alten Walfängern wegen der Eisverhältnisse und dem Nebel gefürchtet. Rührt daher der etwas dramatische Name Devil´s thumb ? Man könnte den Berg sonst freundlicher einfach auch als „thumb" bezeichnen. Auf der topografischen Karte (1:250.000) entdecken wir, fast nur mit der Lupe zu erkennen, eine winzig kleine Bucht, die sich als wunderbarer Ankerplatz für 2 ruhige Tage entpuppt. Von dem 583 Meter hohen Inselberg haben wir einen tollen Ausblick nach Osten auf das Inlandeis und nach Norden in die Melvillebucht. Eine Unzahl großer Eisberge treibt dort, in der Ferne teilweise verdeckt durch Nebelfelder - wirklich beeindruckend. Eine längere Zeit mit Südwind ist angesagt, deswegen nutzen wir noch den Nordwest und segeln in 2 Tagen wieder zurück in die Nähe von Upernavik. Die holländische Bark „Rembrandt van Rijn" begegnet uns. Sie ist unterwegs mit zahlenden Gästen. Außer wenigen Motorbooten mit Einheimischen sehen wir sonst keine weiteren Yachten oder Schiffe.