Samstag, 22. September 2012

Strand und Berge

In den letzten Tagen konnten wir wieder über die Vielseitigkeit der Landschaft staunen. Lange Sandstrände, Dünen, Lagunen, aber auch Berge, Bäche und Seen wechseln sich ab:

Samstag, 15. September 2012

Sydostbugt

Wir ankern an der Südseite der Diskobucht in einer weiten, flachen Bucht. Nachdem wir einen kleinen Berg erwandern, liegt die scheinbar endlose Landschaft der Lersletten vor uns. Dieses große, unbesiedelte Landgebiet erinnert sehr an die Hardangervidda in Norwegen.
Unbesiedelt ? Vielleicht nicht ganz. Einheimische erzählen uns von einem Einsiedler, der hier irgendwo sein gefährliches Unwesen treiben soll. Gesehen haben sie ihn allerdings nicht, aber von anderen gehört, die es wieder von anderen… Vielleicht hat die Weite und der etwas düstere Eindruck dieser Landschaft ja einfach auch nur die Fantasie der Menschen angeregt. Wir sehen zahlreiche Moschusochsen und Rentierspuren, die Tiere selbst aber nicht. Lediglich einen rundlichen Schneehasen wecken wir aus seinem Mittagsschläfchen. Er wird wohl seine Beerenmahlzeit verdauen. Die Tundra ist zur Zeit schwarz von Krähen- und rot von massenhaften Preiselbeeren.

Sonntag, 9. September 2012

Und nochmal: Eis satt

Stundenlang durchfahren wir in der nordöstlichen Diskobucht teils dichte Felder aus Gletschereis aller Größen. Durch die niedrigen Temperaturen ist das Schmelzwasser des Eises mit den kleineren Eistücken zusammengefroren und bildet teilweise größere Schollen. Diese sind aber nicht besonders stabil und können von uns gebrochen werden. Die Polaris schiebt sich darauf, der Bug hebt etwas an und sinkt dann beim Zerteilen wieder ab. Bei dem Gerumpel ist es ein gutes Gefühl, ein Schiff zu haben, dessen Rumpf beim Bau speziell für diese Situation verstärkt wurde.
Wir besuchen Rode Bay und den kleinen Fjord Pakitsoq. Wir kennen diese Bucht als vollkommen unberührt, so wie hier eigentlich alle Landschaften außerhalb von Orten. Weiter Richtung Inlandeis wird jetzt ein Wasserkraftwerk für Ilulissat gebaut. Der Aufwand ist gewaltig. So wurde vom Fjord zum dahinterliegenden See eine Straße gebaut. Diese dient nur dazu, die schweren Kraftwerksteile zum See zu bringen, um sie dann dort weiter zu transportieren. Eine große Tankanlage am Ufer zeugt von diesen Aktivitäten. Auch wird eine Hochspannungsleitung vom Kraftwerk zum Ort führen. Wasserkraft gibt es in Grönland im Überfluss. Deswegen ist dieses sicherlich ein langfristig sinnvolles Projekt.

Inzwischen liegen wir bei Qasigiannguit. Hier, südlich des Isfjordes ist zumindest das Wasser etwas wärmer und es gibt nur wenige Eisberge.

Dienstag, 4. September 2012

Walfang

Auf unserem weiteren Weg in die nördliche Diskobucht hinein begegnen uns 2 Buckelwale. Sie tauchen gleichmäßig im Abstand von 8 Minuten auf, atmen 2
Minuten an der Oberfläche, bevor sie wieder für 8 Minuten in den Tiefen verschwinden.
Ein kleiner Fischkutter mit geladener Walfang-Harpune läuft auf diese Wale zu. Wir befürchten schon, dass einer der friedlichen Buckelwale vor unseren Augen zur Beute wird. Aber offensichtlich haben sie es heute auf die Zwergwale abgesehen, denn sie drehen wieder ab.
Der Walfang hat traditionell in Grönland eine große Bedeutung. Die Wale werden für den Eigenverbrauch gefangen. In den Supermärkten ist meistens Walfleisch erhältlich. Gejagt werden hauptsächlich Zwergwal (187 ), Narwal (236),Schweinswale (1673), Belugawal (110), Finnwal (5) – Fangzahlen für 2010 lt. offizieller Statistik. Der Buckelwal taucht in der Statistik nicht auf, wir haben die langen weißen Flossen aber bereits in Aasiaat auf einem Kutter gesehen. Gehört haben wir auch, dass im letzten Jahr 2 der geschützten Grönlandwale gefangen wurden. Nicht immer werden die Wale auch verzehrt. Bei Uumanaq lagen auf einer Insel mehrere Kadaver von Narwalen, denen lediglich der Narwalzahn (Elfenbein) entnommen wurde. Dennoch ist diese Art des Fangs für die Bestände wohl keine Gefahr, da sie nicht industriell erfolgt.

Sonntag, 2. September 2012

Atanikerdluk

Dieser Ankerplatz am Ostausgang des Vaigat ist von besonderer landschaftlicher Schönheit umgeben: Sandsteinformationen, Basaltfelsen, weiter Blick in die Ferne und Berge bis 1900 Meter Höhe in Sichtweite.

Samstag, 1. September 2012

Stimmungsbilder

Bis in die Nacht hinein durchfahren wir das Vaigat zu unserem nächsten
Ankerplatz. Bei Vollmond und gutem Wetter reicht das Licht spät abends
noch gerade, um die zahlreichen Eisberge und Growler im Vaigat
auszumachen. Die Lichtstimmung ist einmalig.
Leider können wir wegen unserer langsamen Emailverbindung hier zur Zeit
nur einige kleine Bilder zeigen: