Freitag, 2. August 2013

Yes ? Nain !

Wir verlassen Grönland Richtung Labrador...
Vielen Dank an Paola Beneton, die dieses Foto an Bord
der Vagabondélle gemacht hat !

Vor Anker in einer stillen Bucht. Wie in einem kanadischen See liegen wir
umgeben von einer Wald und Wiesenlandschaft mit
kleineren Bergen.
Gut 3 1/2 Tage Segeln über die Davisstrasse liegen hinter uns. Erst wehte der
Wind aus Nordwest mit 5-6 Bft., und brachte
uns ein Etmal von fast 200 sm, dann Flaute und nachfolgend Südost 5, also
segeln hoch am Wind. Bei Ankunft Regen und
schließlich Nebel mit Flaute. In der Dunkelheit tasten wir uns zu einer der
äußeren Inseln vor, wo wir für einige Stunden
vor Anker gehen. Denn auch hier schwimmen ein paar Eisberge herum.

Dann weiter nach Nain. Ein ziemliches Nest, wildes Kanada,´und kein Vergleich
mit der guten Infrastruktur in Grönland.
Drumrum ist an menschlichen Siedlungen nichts, nach Norden gar nichts, nach
Süden auch 80 sm erstmal nichts.
Strassenanbindung gibt es keine, nur eine Landebahn aus Schotter und hin und
wieder eine Fähre. Die meiste Zeit des Jahres
ist ohnehin alles zugefroren und Schiffahrt nicht möglich. Dieses ganze von den
Inuit verwaltete Nunatsiavut hat nur um die
2160 Einwohner, verteilt auf 3 oder 4 Örtchen, 75.000 qkm und 800 km Küste.

Auf der gemütlichen Polizeistation konnten wir einklarieren, bei einem Kaffee
in aller Ruhe. Der sehr nette Polizeichef gibt
uns einige Informationen. So erfahren wir, dass die Polizei hier nicht wenig zu
tun hat, vor allem nachts. "They drink
continouasly" sagte der nette Beamte, und empfahl uns nachts nicht an der Pier
zu liegen "some toxicated people may enter
the boat" :-)). Vor zahlreichen Schwarzbären wird noch gewarnt und empfohlen,
in der Natur dass Gewehr besser mit an Land zu
nehmen. Eisbären kommen um diese Zeit hier normalerweise nicht mehr vor.

Wildnis eben, deswegen sind wir ja hier. Wir verholen uns einige Meilen weiter
in diese tolle Bucht. Die Umgebung lädt zu
einigen Exkursionen in den nächsten Tagen ein, bevor es weiter nach Süden geht.