Montag, 30. Juni 2014

Packeis geschmolzen, viele Eisberge

Wald, Wiesen und Eisberge
Abendstimmung bei Swanisland
Auf den Exploit Islands
Spaziergänger bei Twillingate
Eisbergtour für Touristen bei Twillingate
Bei Griquet

Nachdem die Notre Dame Bay eisfrei war, sind wir aus Intricate Harbour ausgelaufen. Vorher konnten wir noch bei Glenn, der sein Haus direkt an der Bucht hat, unseren Berg Wäsche waschen. Sein Auto bot er uns auch noch an, dieses Angebot wurde uns dann noch von 2 weiteren Neufundländern dort gemacht. Unglaublich diese Neufundländer !!!

Die Massen von Packeis schmolzen tatsächlich in wenigen Tagen dahin und nach einem Abstecher zu den Exploit-Inseln ging es nach Twillingate. Einige Einkäufe wollten wir machen und unsere 30 kg in Kanada bestelltes Mestemacherbrot abholen. Unser Freund Eric fuhr uns mit seinem Wagen, sodaß wir alle Besorgungen schnell machen konnten. Von ihm noch eben mit einem Stapel Toutens, eine Art leckeres Pfannenbrot, versorgt gingen wir nach einem gemeinsamen Kaffee an Bord, Anker auf. Der Abschied viel nicht leicht, denn Eric ist uns sehr ans Herz gewachsen.

Inzwischen liegen 122 Seemeilen Richtung Norden und eine durchsegelte Nacht hinter uns. Beim Ort Griquet an der Nordspitze Neufundland's sind wir vor Anker gegangen. Während der Dunkelheit ging es bewusst mit sehr geringer Fahrt voran, da mit bergy bits - Stücken von Eisbergen - zu rechnen war. Mit dem Radar lassen sich bei ruhiger See neben den Eisbergen z.T. auch die bergy bits erkennen. Auf der Strecke, die wir während der Dunkelheit zurückgelegt haben, war die See dann aber eisfrei.

Insgesamt sind in diesem Jahr außerordentlich viele Eisberge hier, alte Neufundländer haben uns gesagt, daß sie noch nie so viele hier gesehen haben.

Montag, 16. Juni 2014

Noch im Eis

Sieht aus wie Reste von Eisbergen, ist aber  Seeeis
Kleiner Fischerhafen Cottlesville, die Fischer fahren nicht raus, weil draussen alles dicht ist
Richtung Nordwest: Schweres Eis
Abendstimmung
...
Eisberge liegen in der Fene eingebettet im Packeis
Abendstimmung am Ankerplatz
10 Tage am gleichen Ankerplatz, das war eigentlich nicht geplant, aber dass die Dinge oft nicht laufen wie geplant ist ja gerade eine der schönen Seiten beim Segeln. Das Eis hält uns noch fest.

Den Fischern hier in der Gegend geht es nicht anders. Nach dem langen Winter hat endlich die Fischsaison begonnen und nun können viele wieder nicht rausfahren. Einige sollen deshalb schon Arbeitslosengeld beantragt haben.

Da haben wir es doch besser. Ein paar sonnige und warme Tage bis 23 Grad C. sind in Verbindung mit diesen Eismassen schon eine besondere Kombination. So können wir die ganz besondere Stimmung, die diese Massen von dickem Packeis mit sich bringen genießen. Auch wenn es am Rumpf hin und wieder ein bisschen rumpelt. Wenn sich einer dieser Eisklopse überlegt, direkt am Rumpf zu kentern, kann es auch mal einen stärkeren Schups geben - kein Problem, wir haben ja ein starkes Schiff.

Die angesagte Wetterlage könnte demnächst eine Änderung der Situation bringen.

Donnerstag, 12. Juni 2014

Unusual presence of seaice in Notre Dame Bay

Eis voraus !
Das Eis verdichtet sich immer stärker...
... und erreicht schließlich ...
... Auch unseren Ankerplatz
Eis soweit das Auge reicht in der Notre Dame Bay
Das Eis, welches bisher noch mit Abstand vor der Küste lag, hat sich nun doch zwischen die Inseln der Notre Dame Bay gezwängt. Und so ist so ziemlich alles dicht. Der Eisbericht sagt: "Unusual presence of seaice in Notre Dame Bay". 9/10, also 90% der Wasserfläche sind mit Eis bedeckt. Und das sind doch ziemliche Klamotten, die durch frühere Eispressung unterschiedlichste Formen und Dicken angenommen haben.

Wir liegen in der Bucht Intricate Harbour vor direktem Eisdruck geschützt. Vorgestern haben wir einen Versuch gemacht auszulaufen, aber da keine Notwendigkeit bestand, weiterzufahren und den Kampf mit dem Eis aufzunehmen, sind wir wieder umgekehrt. Inzwischen ist das Eis so dicht geworden, das ein Auslaufen praktisch unmöglich ist. Mit der Tide ist auch etwas Eis in unsere Bucht getrieben. Also warten wir, bis sich die Situation ändert, was durchaus ein paar Tage dauern kann.

Samstag, 7. Juni 2014

Zurück in Neufundland: Eis, Hitze, Kälte, Nebel

Ein warmer Empfang in Twillingate/Neufundland... und damit ist nicht nur das Wetter gemeint - die Sonne scheint, 23 Grad im Schatten, der erste warme Tag im Jahr - vor allem begrüßt uns Eric herzlich, der sich sichtlich nach dem langen kalten Winter über unser Kommen freut und uns jede erdenkliche Hilfe anbietet. Ideale Bedingungen um die Polaris wieder seeklar zu machen, was noch einige Tage dauert.

Das liegt nun schon 3 Wochen zurück. Jetzt schippern wir in der Notre Dame Bay mit Ihren hunderten Inseln und Ankerplätzen. Das Wetter ist nicht immer so warm geblieben. Nach 4 Tagen gab es dann einen Temperatursturz bis auf -1 Grad und es fiel nochmal nasser Schnee. Freeze it or bake it, wie es hier heißt.

Ungewöhnlich viel Packeis und Eisberge sind in diesem Jahr vorhanden. Das Packeis blockiert die Küste nördlich von hier und verwehrt uns noch den Weg nach Norden. So werden wir uns wohl noch ein paar Tage hier in der Notre Dame Bay die Zeit vertreiben müssen, was nicht schwer fällt, denn dieses geschützte Segelrevier bietet Möglichkeiten für mehrere Sommer.
Packeis vor der Küste
Seeadler
Hier hat sich ein Biber ausgetobt