Montag, 28. Juli 2014

Impressionen

Segeln entlang der grönländischenKüste nach Norden
Walfänger mit schussbereiter Kanone
Hafen von Nuuk: Wir liegen an alten Schrottdampfern an Mooring
Tordalk startet
Blumenwiesen überall
Einer der vielen Fjorde
Abendstimmung
Schlechtes Wetter zieht auf

Dienstag, 15. Juli 2014

Grönland

Auslaufen aus Punchbowl, früh morgens
8-9 kn, guter Wind in der Mitte der Davisstrait
Grönland in Sicht !
2 Eissturmvögel nehmen Reissaus
Der Mond achteraus
Qornog - erster Ankerplatz in Grönland
Dicker Lachs, passt nicht in die Pfanne 
Die Angel biegt sich, ein dicker Lachs hat angebissen und schon landet er im Dinghy. Kurz darauf folgen noch 5 fette Dorsche, das alles in 15 Minuten - wir sind wieder in Grönland.

4 Tage und rund 670 sm Überfahrt von Labrador liegen hinter uns. Auf dem amerikanischen Kontinentalschelf lagen zu Beginn sehr viele Eisberge. Um den 120 sm breiten Streifen bis zur Dunkelheit hinter uns zu lassen, liefen wir früh morgens um 03:30 Uhr aus. Schwacher Wind erforderte zusätzlich zu den Segeln die eiserne Genua ( unsere Perkins Maschine ). So hatten wir bei einsetzender Dunkelheit die Eisberge hinter uns. Ex- Hurricane Arthur hatte sich stark abgeschwächt, aber eine chaotische Dünung hinterlassen, die wir als nicht sehr appetitanregend empfanden :( . Die See beruhigte sich aber etwas, besserer Wind kam auf und so konnten wir noch ganz flott segeln. 70 sm vor der grönländischen Küste riss der Nebel auf und gab den Blick auf Berge und Gletscher frei, sehr imposant. Inzwischen hatte Flaute eingesetzt und wir motorten in der nordisch hellen Nacht mit ihrem bezaubernden Licht auf Grönland zu. Welch ein prachtvoller Landfall.

Die Ankerbucht Qornoq ist mit ihrem Sandstrand und den Bergen drumrum vom Feinsten. So geniessen wir die ersten 2 Tage hier sehr. Die Dorsche sollen zu Stockfisch verarbeitet werden, Vorrat für die nächsten Wochen.

Samstag, 5. Juli 2014

Wieder kein Punch in Punchbowl

Stahlskelette ragen in den Himmel, rostige Öltanks stehen in der freien Landschaft, Isoliermaterial liegt vom Wind verweht überall herum und unsere Polaris mittendrin an einer guten Pier - nein wir sind nicht in ein Kriegsgebiet gesegelt, wir liegen in Punchbowl, Labrador. Hier wurde "lediglich" der Krieg gegen den Dorsch geführt und verloren. Schon in den 90ern wurde die gesamte Fischerei auf den Dorsch hier eingestellt und auch dieser einstmals betriebsame Hafen dichtgemacht.

Die Pier ist dennoch Klasse, bietet einen sehr guten Liegeplatz. Wir waren ja im letzten Jahr schon mal hier. Der ehemalige Hurricane Arthur ist von Süden im Anmarsch und soll hier in Kürze durchziehen, allerdings nur noch mit sehr moderaten Windstärken von max. 8 Bft. So warten wir das mal ab und hoffen danach bald eine passable Wetterlage für unseren "Hüpfer" nach Grönland vorzufinden.

Die Landschaft ist hier auf den äusseren Inseln weit und frei - bestens geeignet für Wanderungen. Oftmals wird einem in Labrador ja sonst der Weg durch sehr dichten Wald und Gestrüpp versperrt.

Am letzten Ankerplatz erwischte uns beim Auftstieg auf einen Hügel ziemlich plötzlich ein heisser Wüstenwind von 30 Grad C. mit nur 35 Proz. Luftfeuchtigkeit. Wegen der zahlreichen Stechfliegen waren wir gut vermummt und gerieten so schnell ins Schwitzen. Der Wind wurde stark und vertrieb die Bugs und nach einer Erfrischung am Bach konnte man es auch wieder aushalten. Dafür ist es auf See bisweilen nur 4 Grad warm, welch schöner Ausgleich.

Wirklich erstaunlich ist die enorme Zahl großer Eisberge in diesem Jahr, es sind sogar gewaltige Tafeleisberge vorhanden, die wir selbst in Grönland kaum gesehen haben.

Wegen unserer sehr langsamen Internetverbindung gibt es heute nur 2 kleine Fotos.